Reise blog von Travellerspoint

Sambia

Sambia - Teil 1

Kasama - Mpika - bis zum South Luangwa Nationalpark

semi-overcast 29 °C

50 Dollar kostet das Visum für Sambia - teurer als erwartet. Als ich vor 4 Jahren hier war kostete es noch 20 Dollar. Dafür war das Auto billig, nur 25 Euro Carbon-Tax. Es dauert wieder alles scheinbar unendlich. Am Ende sind es wieder 2 Stunden - das scheint das Minimum an Zeit für Grenzübertritte zu sein. Als wir endlich weiter fahren dürfen, ist die Straße unglaublich schlecht. Statt der 3km, die der Grenzer uns versprochen hatte, sind es die ganzen 30km bis Mbala.

Ab da bis Kasama top Teerdecke, ohne Löcher, ohne Speed-Limit. Super zu fahren.
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Wir kommen früher an als geplant. Darf ja auch mal sein. Das waren heute 300km inklusiv Grenzübertritt. Kurz vor Kasama das 7000km-Selfie.

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In Kasama finden wir eine wunderbare Lodge, betrieben von einem pensioniertem britischem Lehrerehepaar. Wir hätten auch im Hof campen können, entscheiden uns dann doch für ein Cottage für alle 4. Wir lassen uns noch bekochen, sehr lecker.

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Im Garten hängen hunderte Fruchtfledermäuse in den Bäumen und veranstalten ein Höllenspektakel. Tipi findet ein Riesenmotte im Bad.

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Vorher waren wir noch einkaufen in einem richtigen Supermarkt. Der erste seit 5000km. Telefonkarten brauchen wir auch wieder. Neues Land, neues Geduldsspiel. Formulare müssen ausgefüllt werden, Pässe werden fotografiert - es dauert wieder über eine Stunde bis alles aktiviert ist.

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Nächster Tag, weiter nach Mpika, wieder Top-Straße, keine Polizei, so macht das Spaß. Durch Ortschaften ist die Geschwindigkeitsbegrenzung 80km/h. Viel zu schnell! Es sind viele Menschen an der Straße - wir fahren freiwillig langsamer als das Limit.

In Mpika hat ein Deutscher eine Lodge und verlangt kein Geld von Campern. Wir bekommen einen schönen Platz, warme Dusche, Strom - Wahnsinn! Bereits nach 2 Tagen ist uns Sambia sehr sympathisch. Sintflutartiger Regen dann am Abend macht Selbstkochen unmöglich. Als Gegenleistung verzichten wir auf Selbstversorgung und gehen in sein Restaurant Pizza essen. Lilly bekommt vorher noch eine Wäsche.

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Wir schauen zu wie die Jungs mit Dampfstrahler und Lappen unser Auto unter dem Dreck hervorbringen.

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Wir kommen mit dem deutschen Besitzer ins Gespräch und er hat sehr beunruhigende Informationen für uns. Der geplante Weg durchs Nordtor in den South Luangwa Park ist nach den Regenfällen der letzten Tage seiner Meinung nach unpassierbar. Klebriger Schlamm macht ein Durchkommen unmöglich. Eine andere Route bedeutet 300km Umweg nach Norden - ausgeschlossen. Ich bin ziemlich frustriert. South Luangwa war einer meiner persönlichen Höhepunkte der gesamten Reise.

Wir überlegen hin und her und beschließen am nächsten Tag zumindest bis an die Kante des Rift-Valley zu fahren. Wir sind auf einer Hochebene auf ca. 1500m, der Park liegt tiefer, auf 600-1000m. Wir wollen uns zumindest den schönen Ausblick von dort oben gönnen, wenn wir schon nicht rein fahren können. Vor Ort hoffen wir auf verlässlichere Info bezüglich Befahrbarkeit der Route durchs Nordtor.

Der Tag beginnt mit schönen 30km auf Teerdecke, dann kommen 50km über Stock und Stein. Wir erreichen Chakonde, das letzte Dorf bevor es steil den Berg hinunter geht. Ein Einwohner bedient eine Schranke und meint wir könnten es probieren. 22km weiter unten im Tal ist der Eingang zum Park. Die Ranger dort wüssten sicher, ob es möglich ist den Park von Nordwesten nach Osten zu durchquerern. Wir riskieren den Abstieg mit der vagen Hoffnung weiter fahren zu können und nicht von den Rangern zurück geschickt zu werden. Das heutige Tagesziel zu erreichen wäre in diesem Fall allerdings aussichtslos. Wir müssten irgendwo entlang der Strecke im Busch übernachten. Auch das nehmen wir in Kauf.

Was nun kommt lässt alles Bisherige wie einen Ponyhof erscheinen. Die Golodi Road in Malawi war wirklich schlimm, diese Abfahrt ist ein Alptraum. Auf halber Strecke machen wir eine Picknick-Pause. Wir hatten heute noch kein Frühstück. An einer der wenigen horizontalen Stücke bauen wir mitten auf dem Weg unseren Campingtisch auf und machen Brotzeit.

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Vorher müssen wir an Lilly wieder einmal etwas befestigen. Das Bodenblech hatte sich gelockert, 4 Kabelbinder helfen erstmal provisorisch.

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Derart gestärkt geht es weiter bergab über Felsbrocken und Geröll. Mit Straße oder Weg hat das hier nichts mehr zu tun. Hier geht man zu Fuß oder mit einem Esel. Mit einem Auto zu fahren ist einfach irre. Ein Land Rover ist für dieses Gelände vielleicht geeignet, unser Pajero ist definitiv über seiner Grenze. Das Auto heil runter zu bringen ist das Einzige was nun zählt.
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Nach 1 Stunde haben wir die 4km Abstieg geschaffft. Ein leicht verbogenes Trittbrett ist die einzige Blessur, die unsere Lilly abbekommen hat. In einer Kehre hatten sich einige große Felsbrocken vor dem Reifen verklemmt. Während ich die Brocken wegräume, damit es weiter gehen kann, schließt ein Landcruiser zu uns auf. Der einzige andere Fahrzeugtyp, neben einem Land Rover, dem man so eine Strecke zumuten sollte.

Der Fahrer, ein Deutscher, macht uns wenig Hoffnung. Mit einem Pajero sei der Weg zum Osttor des Parks kaum zu schaffen. Es gibt allerdings eine Alternativroute, die ist viel länger, würde uns aber den Weg zurück hinauf ersparen. Alles ist mir lieber als diesen Abhang wieder rauf zu fahren. Er weist uns noch auf die richtige Route und unsere Wege trennen sich. Etwa 6km später stehen wir dann endlich vor der Schranke am Nordtor.

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Ein Ranger kommt auf uns zu. Ich versuche sein Gesicht zu lesen. Schickt er uns zurück? Keineswegs - er meint wir können es schaffen. 80km in 2-3 Stunden über den kurzen Weg. 2 Flussdurchquerungen gilt es dabei zu bewältigen, aber es sollte gehen. Wir freuen uns wie Schulkinder die auf den Ausflug gehen dürfen.

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Wenn nicht gibt es noch einen langen Weg, 150km, 5 Stunden. Der geht auf jeden Fall. Aha! Ich gebe zu Bedenken, dass es bereits halb 3 ist und um 18 Uhr wieder Mal auf der anderen Seite das Tor schließt. Das selbe Dilemma wie vor einer Woche in der Serengeti. Ein Rennen gegen die Zeit. Nur dieses Mal ist es unmöglich zu schaffen, falls der kurze Weg unpassierbar ist. Er ist wenig beeindruckt und meint nur, dass wir dann eben den kurzen Weg fahren sollen.

Wir füllen die nötigen Formulare aus, bezahlen und los geht es. Vor uns jungfräuliche Piste, nicht sehr vertrauenerweckend. Zuletzt ist hier vor einer Woche jemand gefahren. Das war vor dem heftigen Regen vorgestern.

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Hätten wir gewusst was uns auf den nächsten 150km erwartet, hätten wir uns vielleicht etwas weniger gefreut.
Hier der Link zum Blog unserer Mitfahrer.

Frank & Alina Blog

Eingestellt von tipitom 09:24 Archiviert in Sambia Kommentare (0)

Sambia - Teil 2

Quer durch den South Luangwa Nationalpark

semi-overcast 29 °C

Es beginnt mit unserer ersten Flußdurchfahrt. Nicht tief der Fluß, über Sandsäcke - hat echt Spaß gemacht.
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Auf der anderen Seite treffen wir auf einen Pick-Up voller Ranger. Von denen erfahren wir, dass der kurze Weg unpassierbar ist. Wir müssen außen herum. 5 Stunden sagte der Ranger am Eingang. Wir haben jetzt nur noch gut 3 Stunden das zu schaffen. Wir versuchen es und fahren so schnell es irgendwie geht. Schon nach einer Stunde wird klar, das wird nichts. Mehr als ein 30er Schnitt ist einfach nicht drin.

Immer wieder tiefe Schlammlöcher auf der Strecke, die durch den Wald umfahren werden müssen. Umgestürzte Bäume versperren die Straße und wir müssen uns einen Weg durch den Wald suchen.
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Dann kommt was kommen muss. In der ganzen Hetzerei versuche ich durch ein solches Schlammloch zu fahren und hatte übersehen, dass die frischesten Spuren davor von der Strecke abgingen. Autofahren ist hier manchmal wie Fährtenlesen. Etwa in der Mitte des 50m langen Schlammloches komme ich zum Stillstand. Kein Vortrieb mehr. Trotz Allrad und Diff-Sperre geht nichts mehr.
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Genau für diese Fälle sind wir mit 2 Autos unterwegs. Frankie hat sich die Sache hinter mir angesehen und war in sicherer Entfernung vor dem Loch stehen geblieben. Nun zieht er mich mit der Winde retour aus dem Sumpf. Dauert alles keine 15 Minuten.

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Eine halbe Stunde später bleibe ich wieder stecken. Zu wenig Schwung, ich verpasse es nur knapp aus einem weiteren Loch zu entkommen. Nur etwa 2 Meter hatten gefehlt bis ans rettende, feste Ufer. Dieses Mal zieht er mich per Abschleppseil die fehlenden Meter vorwärts raus.

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Mittlerweile ist klar, wir kommen niemals bis 18 Uhr ans Gate. Um das Osttor zu erreichen müssten wir mindestens 2 Stunden in die Dunkelheit hinein fahren. Ein Irrsinn bei dieser Strecke.

Auf meiner Karte ist unweit vor uns ein Ranger-Camp verzeichnet. Es ist allerdings völlig unklar, ob das so spät in der Saison überhaupt besetzt ist. Nach insgesamt 2 Stunden erreichen wir dieses Camp. Wir haben bis dahin nur 50 der 150km Gesamtstrecke geschafft.

Ein Ranger kommt auf uns zu. Er heißt Moses. Mit seinen beiden Kollegen Mike und Christopher hält er hier die Stellung gegen Wilderer. Wir hoffen die Nacht hier verbringen und morgen weiter zu fahren zu können. Er ist einverstanden. Es wäre einfach zu gefährlich die unbekannte Strecke nachts anzugehen. Wir sind die letzten Touristen in dieser Saison vor der Regenzeit, die es wagen die Nordost-Route zu befahren. Ab jetzt bis Mai ist dieser Weg unpassierbar, wir hatten Glück überhaupt so weit zu kommen.

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Wir schlagen gerade unser Camp auf, da kommt der Pick-Up vom Eingang vorbei und bietet an voraus zu fahren und uns den Weg zu zeigen. Wir lehnen dankend ab. Der Tag mit der Höllenabfahrt und den Abenteuern im Schlamm war lang genug. Wir freuen uns bereits auf unser Abendessen und eine ruhige warme Nacht im Dachzelt.

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Toiletten und Strom gibt es hier natürlich nicht. Aber es gibt einen Brunnen und damit eine erfrischende Eimerdusche für alle.

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Ein paar hübsche Echsen sind unsere Nachbarn.

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Am nächsten Morgen verabschieden wir uns von unseren Gastgebern nach dem Frühstück. Für dieses improvisierte Camp im Nationalpark wollten sie nicht einmal etwas verlangen. In Tansania undenkbar. Wir geben Ihnen ein ordentliches Trinkgeld und ziehen weiter. Nun haben wir so viel Zeit wie wir wollen und können es langsam angehen lassen. Immerhin ist das hier ein Nationalpark und man könnte Tiere sehen. Leider hat die Auspuffreperatur nicht lange gehalten, Lilly röhrt schon wieder wie ein Elch. Später stellt sich heraus, dass eine Schelle nicht richtig festgezogen war und sich gelockert hatte.

Heute fährt Frankie im Land Rover voraus. Ihm ergeht es wie mir gestern und er übersieht eine Umleitung. Das Schlammloch, das er durchfahren wollte, hält ihn gnadenlos fest. Dieses Mal darf ich mich revanchieren und ihn rausziehen.
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Lilly bekommt auch heute wieder etwas ab. Zuerst reiße ich mir hinten einen Teil des Stoßfängers ab, als es sehr tief in ein Schlammloch ging, das Frankie vor mir gegraben hatte. Etwas später rutsche ich im Schlamm seitwärts und ein kleiner Baum zerschlägt mir den Außenspiegel.
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Tiere haben wir auf 100km Fahrt durch den Park nicht gesehen. Sie halten sich zu dieser Zeit alle in der Nähe des Flusses Luangwa an der Ostseite des Parks auf. Nur dort gibt es sicher Wasser. Die Schlammlöcher, die unseren Autos so zu schaffen machten, können in ein paar Tagen schon wieder trocken sein.

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Je näher wir dem Osttor kommen umso besser wird die Strecke.
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5km vor dem Ausgang dann die ersten Tiere: Warzenschweine - immerhin.

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Dann eine kleine Gruppe junger Elefanten. Sehr nah, Tipi ist nervös und treibt mich zur Weiterfahrt.

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Dann endlich das Osttor. Wir dürfen raus ohne extra zu bezahlen. Weder für Übernachtung noch für den 2. Tag im Park. Auch das wäre in Tansania undenkbar, dort hätte man uns abkassiert.

Eingestellt von tipitom 09:41 Archiviert in Sambia Kommentare (0)

Sambia - Teil 3

Das Wildlife Camp

semi-overcast 29 °C

Nur 6km entfernt vom Osttor des Parks ist die Wildlife Lodge. Ein Traum von einem afrikanischen Campingplatz.

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Strom, Warmwasser, traumhafte Aussicht vom Standplatz.

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Sogar einen kleinen Swimming-Pool gibt es hier.

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Tipi macht wieder die traditionellen Pfannkuchen zum Frühstück, die es immer gibt wenn wir ein neues Land erreichen. Dieses Mal etwas verspätet, aber früher war keine Gelegenheit.

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Safaris werden ebenfalls angeboten und für ihren Fuhrpark haben sie eine gut ausgestattete Werkstatt. Den Spiegel können sie hier nicht reparieren, aber das lose Bodenblech und meinen Auspuff kriege ich hier repariert. Langsam wird das zur Gewohnheit, dass an jedem Stop ein Mechaniker unter unserem Auto liegt.

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Nun sieht man dass die Autowäsche vor 2 Tagen ziemlich für die Katz war. Lilly ist von einer Schlammkruste überzogen.

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Wir bleiben 2 Nächte. Tagsüber sehen wir Elefanten hinter dem Camp am Wasserloch.

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Ein paar Giraffen laufen auf dem Gelände. Mungos, Warane, eine Art Eichhörnchen.

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Nachts hört man die Hippos grunzen und plantschen. Sehr lästig sind die Affen hier. Sie warten auf jede Gelegenheit und klauen alles was irgendwie nach essbar aussieht. Eine offene Autotür, eine Minute nicht aufgepasst und sie sind drin und zerrupfen jede Plastiktüte. Auch geschlossene Vorratskisten sind kein Hindernis. Jede Art von Deckel kriegen sie spielend auf. Sie erbeuten im Lauf der 2 Tage 1 Paprika, 1 Zwiebel, 1 Tüte Mehl, Müsli und gekochte Nudeln.

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Am Ende der Geschichte steht es 5:0 für die Affen. Morgen brechen wir auf, damit die Niederlage nicht noch höher ausfällt.

Eingestellt von tipitom 11:03 Archiviert in Sambia Kommentare (0)

Sambia - Teil 4

Game Drive im South Luangwa - Lusaka - Livingstone

semi-overcast 28 °C

Nun da Lilly mit repariertem Auspuff nicht mehr so laut röhrt, können wir auf Fotosafari gehen, ohne alle Tiere aus dem Wald zu jagen. Wir checken aus und fahren das kurze Stück zurück ans Osttor, dort kennt man uns bereits. Wir zahlen wieder die 60 Euro Eintritt für uns beide und das Auto - ein Schnäppchen im Vergleich zu Tansania.

Im Park dann wieder die üblichen Verdächtigen. Warzenschweine, Impala, Elefanten.

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Wir wollen Katzen sehen! Bei einer Rast treffen wir eine Reisegruppe aus Südafrika, die mit einem Guide unterwegs ist.

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Der markiert uns freundlicherweise auf der Karte, wo gerade ein Rudel Löwen rastet. Nichts wie hin! Tatsächlich - genau an der beschriebenen Stelle sehen wir 2 Löwen im Gras.

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Als wir näher ran fahren werden es 4. Noch näher ran...da liegen ja noch 2..oder 4?

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Und dann sind da noch 3 Welpen.

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Wir zählen nochmal durch und es sind 9 Erwachsene und 3 Kleine. 1 Dutzend Löwen!
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Wir sind vielleicht 5m weg. Tipi fährt heute und macht sich fast in die Hose, als sie das Fenster runterlässt zum Fotografieren. Eine halbe Stunde später muss sie tatsächlich mal. Toiletten gibt es hier nicht. Wir fahren 100m weg von den Löwen und sie geht mal eben fürs "Geschäft" neben das Auto. Mitten im Park, nicht wissend wo noch Löwen herumliegen - schon ziemlich abgebrüht. Aber was muss, das muss eben. Dann wieder zurück. Wir stehen hier über eine Stunde und schauen den Löwen beim Schlafen und Räkeln zu. Ein Junges macht ein wenig Action und spielt mit einer der Löwinnen. Die meiste Zeit passiert hier wenig, es sind halt Katzen und es ist sehr heiß. Die Milchbar hat durchgehend geöffnet.

Nach gut 3 Stunden Game Drive haben wir genug gesehen. In der Mittagshitze jetzt sind ohnehin fast alle Tiere irgendwo im Unterholz im Schatten und schlecht zu sehen. Nur 130km sind es heute bis Chipata direkt an der Grenze nach Malawi. Die letzte Gelegenheit im Umkreis einzukaufen. Ich bekomme endlich Ersatz für meine bereits in Malawi vor Wochen zerbissen en Crocs.

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Wir nehmen uns dort ein Zimmer, weil es wieder mal nach Regen aussieht.

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Lilly hat schon wieder kleine Probleme. Im Vorderreifen steckt ein Stück Metall. Frank und ich fahren zu einem Reifenservice und lassen es entfernen. Glück gehabt, der Reifen ist noch dicht und muss nicht geflickt werden.

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Das Metallstück war aber nicht die Ursache für die Unwucht an der Lenkung, über die sich Tipi schon den ganzen Tag beschwert hat. Frank vermutet es ist der Reifen vorne links. Der Reservereifen, den wir in der Serengeti aufgezogen hatten. Wir tauschen ihn gegen den in Tabora geflickten und siehe da, nun fährt Lilly wieder ganz ruhig. Das war auch notwendig. Denn uns stehen morgen und übermorgen 2 Etappen mit zusammen über 1000km bevor.

Die erste Etappe wird mit 570km die längste bisher. Wir brauchen Dank der hervorragenden Straße dafür nur 8 Stunden. Ankunft in Lusaka. Gegen halb 5. Meine Güte ist das dreckig und vermüllt hier. Der erste dicke Minuspunkt für dieses Land, das uns bisher so gut gefallen hat.
Unterwegs dreht sich der Tageszähler schon wieder auf Null. Zeit für unser 8000km Selfie.

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Mitten in der Stadt finden wir eine Lodge mit Campingmöglichkeit. Es ist sehr kühl, ich sitze mit Weste und Jacke abends draußen. Ein krasser Gegensatz zu der extremen Hitze noch vor 2 Tagen im Wildlife Camp. Wir sind unweit eines Einkaufszentrums und Tipi will wieder etwas Zivilisation erfahren und dort etwas essen. Alina und Frank gehen mit. Ich habe keinen Hunger und bleibe bei den Autos.

Am nächsten Tag steht uns eine 480km Etappe bevor. Es beginnt mit 70km Schlaglochpiste. Gut dass ich mit der Wirtin unserer nächsten Unterkunft telefoniert hatte, denn sie hat uns die Strecke beschrieben und auf das schlechte erste Stück vorbereitet. Wäre alles bis ans Ziel schlecht gewesen, hätten wir es an einem Tag nicht schaffen können. Aber genau wie sie es beschrieben hat, wird es danach super und wir kommen gut voran. Um 4 Uhr kommen wir in Livingstone an.

Eingestellt von tipitom 04:32 Archiviert in Sambia Kommentare (0)

Sambia - Teil 5

Livingstone - Sambesi Cocktail Cruise - Victoria Fälle

semi-overcast 31 °C

Livingstone ist der bisher netteste Ort in Sambia. Der Ort hat eine Zentrum mit vielen Geschäften und einigen Gebäuden aus den 30er Jahren. Wir kaufen in einem richtigen Supermarkt ein.

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Die Thorntree Lodge, die wir uns hier ausgesucht haben, bietet kleine Chalets und feste Zelte zur Übernachtung an. Camping in Bodenzelten ist hier nicht möglich, da in dem unumzäunten Gelände Elefanten und Hippos herumlaufen. Hier passt eigentlich alles....außer das Problem mit den Stechmücken. Die fest installierten Zelte haben richtige Betten, sind aber so voller Moskitos, dass wir lieber für den selben Preis in unseren Dachzelten schlafen. Ganze Schwärme sind im Bad und in der Campküche. Mit unserem Elektro-Schläger erledigen wir Tausende von ihnen, ohne dass es merkbar weniger werden.

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Das Camp ist eine Empfehlung der ersten Unterkunft, die wir in Sambia hatten. Die Tochter der dortigen Betreiber hat hier ganz im Süden des Landes eine Lodge. Normalerweise können Overlander hier nicht bleiben, aber für uns macht sie eine Ausnahme. Wir bleiben 4 Tage, dennoch haben wir nicht das Gefühl von der Besitzerin willkommen zu sein. Wir kochen selbst und breiten uns schon ziemlich aus in der Küche. Sie hätte es sicher lieber gehabt wenn wir in ihren Restaurant gegessen und zusätzlich Umsatz generiert hätten.

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Dieses Mal muss Barbie in die Werkstatt. Mal was Neues, sonst ist immer Lilly das Sorgenkind gewesen. Die hinteren Stoßdämpfer und ein paar andere Kleinigkeiten werden hier bei einem Land Rover Spezialisten repariert.

Am 2. Tag gehen wir in die Stadt bummeln. Livingstone ist wirklich die erste Stadt auf dieser Afrika-Reise, in der so etwas ansatzweise möglich ist. Postkarten zu finden ist dennoch wieder keine einfache Aufgabe. Am Ende finden wir was wir suchen und gehen in ein Cafe. Erstaunlich, aber auch so etwas gibt es hier.

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Abends dann das erste Highlight - wir machen die Luxus River Cruise mit der African Queen.

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Es hätte auch billigere Touren auf kleineren Booten gegeben, aber Tipi hat sich das feine Boot gewünscht und es dann auch bekommen.

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Am Ende fanden wir alle, dass es den Aufpreis wert war. Ein so schönes Erlebnis darf dann auch mal etwas mehr kosten.

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Gemütlich geht es den Fluss hinunter.

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Elefanten schwimmen vor unserem Boot durch den Sambesi.

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Es gibt lecker Häppchen und All-You-Can-Drink.

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Es ist ja eine Sunset Cruise uns wir bekommen einen feinen Sonnenuntergang.

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Am 3. Tag fahren wir mit dem Taxi zu den Victoria Fällen.

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Es ist bewölkt - gut für die langen Wanderungen um die Fälle, weil es nicht so mörderisch heiß ist wie gestern, aber schlecht für eindrucksvolle Fotos. Dann knipsen wir halt rote Blüten und blaue Vögelchen.

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Oder uns selbst mit Puli.

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Dazu kommt, dass man zur Zeit so gut wir nichts sieht vom Wasserfall. Er ist beinahe trocken.

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Als ich zuletzt hier war, floss 50x mehr Wasser über die Kante.

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Nun sieht es mehr aus wie ein Canyon und man kann oben im Flussbett trockenen Fußes fast bis Simbabwe laufen.

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Anschließend gehen wir in einem Restaurant Essen. Unsere Wirtin hatte uns durch die Blume quasi verboten selbst zu kochen. Wurscht, morgen fahren wir weiter über die Grenze nach Botswana, dann kochen wir wieder selbst.

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Eingestellt von tipitom 00:30 Archiviert in Sambia Kommentare (0)

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