Reise blog von Travellerspoint

August 2017

Tanna (Vanuatu) - Teil 1

Anreise zum Mt. Yasur Vulkan

semi-overcast 24 °C

Morris holt uns ab. Er erkennt mich zunächst nicht wieder. Vor 3 Jahren war ich zuletzt hier, ich bin der erste der zurückkommt, sagt er.

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2 Stunden Fahrt zu den Bungalows auf der anderen Seite der Insel. Auf dem Weg noch ein paar Sachen einkaufen auf dem Markt in Lenakel. Eier, Milch, Thunfisch in Dosen und 2 Ananas. Es gibt zwar etwas zu essen bei Morris und Susi, aber ein paar Extras können nicht schaden falls der Hunger kommt.

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Unser Fahrer heißt Sanga und hält noch kurz an einer Tankstelle. Das sieht dann hier so aus.

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Für den 2. Teil der Strecke braucht man unbedingt Allrad. Am Aschefeld westlich des Vulkans dann eine kurze Fotopause. Heftiger Wind, der Staub kriecht einem überall rein - noch Stunden später spucken wir den feinen Sand.

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Wir bekommen die Honeymoon Suite mit eigenem Bad. Mittlerweile gibt es sogar Strom dank Solarpanel.

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Morris und seine Frau Susi

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Gegessen wird hier auf der Veranda mit Blick auf den Vulkan.

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Der Sturm hat die alten Bungalows weggefegt und mit der Entschädigung für Sturmopfer hat Morris neue gebaut. So richtig fertig ist erst einer. Seine Kinder lieben meine Hängematte.

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Wir laden das Gepäck ab und dann geht es schon los Richtung Vulkankrater. 25 Minuten zu Fuß durch den Dschungel bis zum Eingang des neuen Besuchercenters.

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Jetzt werden 100$ pro Person fällig. Die spinnen wohl! 100$ Eintritt für eine Show die von der Natur gemacht ist? Inklusiv ist eine armselige 10 Minuten Volkstanzshow

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Zumimdest den Kindern hat es Spaß gemacht

Ebenfalls inklusiv ist die Fahrt mit dem Allrad-Pickup zum Parkplatz unterhalb des Kraterrandes.

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Zu Fuß gehen darf man nicht mehr. Oben sind dann Aufpasser - alles wegen der Sicherheit. Ich bekomme einen dicken Hals. Ich kann es echt nicht mehr hören, wenn mir zum x-ten Mal im Namen der Sicherheit der Spaß genommen und das Geld aus der Tasche gezogen wird. Bis zu 100 Besucher verteilen sich dann am Kraterrand und dürfen für ihr Eintrittsgeld 1 Stunde zuschauen was der alte Mann, Mt. Yasur, zu bieten hat. Kalt und windig ist es.

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Vor 3 Jahren lief ich 3 Mal zu Fuß rauf und runter. Dauert länger, ist anstrengend, aber sicher nicht gefährlicher als die Fahrt auf der A8 von München nach Nürnberg.

Zur Zeit ist Aktivitätsstufe 2, d.h. es ist ordentlich was geboten. Die Show ist besser als vor 3 Jahren. Alle paar Minuten kracht es und rotglühende Brocken fliegen mehrere Hundert Meter weit.

Bilder von der Lava-Show gibt es im nächsten Blog-Beitrag

Eingestellt von tipitom 13:30 Archiviert in Vanuatu Kommentare (0)

Tanna (Vanuatu) - Teil 2

Mt Yasur - die Show beginnt!

semi-overcast 24 °C

Am 2. Tag kostet der Eintritt "nur" noch 65$ - immer noch eine Frechheit.

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Zum 2. Mal sehen wir die lächerliche Tanznummer und erhalten das Sicherheits-Briefing. Etwa so notwendig und unterhaltsam wie das, was man in Flugzeugen zum Thema Schwimmwesten geboten bekommt.

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Zuvor sind wir gleich frühmorgens über das Aschefeld gewandert. Um diese Zeit ist es noch windstill und man kann atmen ohne eine Staublunge zu kriegen.

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Eine kleine Gruppe versucht den Vulkan über die Ascheflanke zu besteigen. Sie geben aber nach circa einem Drittel der Strecke auf.

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Nach dem Aschefeld geht man noch mal etwa eine halbe Stunde durch den Küstendschungel bis nach White Sands. Dort angekommen findet man überraschenderweise einen schwarzer Strand.

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Kinder im Dorf Salva Bay nebenan.

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Zurück weht uns der Wind kräftig ins Gesicht. Die Asche drückt es uns bis in die kleinste Ritze und Schwefeldämpfe vom Krater machen das Atmen schwer.

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Die Asche ist wunderbar feinkörnig und weich, man kann wunderbar barfuß laufen.
Abends geht es dann wieder hinauf. Wir beziehen unseren Aussichtspunkt direkt an der Kraterkante.

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Die Show kann beginnen.

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Alle paar Minuten explodiert der linke der beiden Krater. Brocken fliegen zum Teil weit höher als unserer Position. Freundlicherweise spuckt der Yasur aber alles in die andere Richtung. Den Wind im Rücken bekommen wir an unserem Platz auch nichts von den Gasen ab.

Die Videos sind kurz und lohnen sich zum Anschauen. Unbedingt mit Ton!
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Eingestellt von tipitom 14:09 Archiviert in Vanuatu Kommentare (0)

Tanna (Vanuatu) - Teil 3

Gewaltmarsch und Volkstanz

semi-overcast 24 °C

ACHTUNG: Es gab gestern ein Problem mit den Videos vom Vulkan. Wer sie nicht sehen konnte kann sie jetzt anschauen.

Am 3. Tag machen wir Vulkanpause. Es beginnt mit einem traumhaften Sonnenaufgang über dem Vulkan.

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Nach dem Frühstück wandern wir nach Port Resolution - 25km insgesamt. Mit uns geht ein anderes Paar aus Morris' Bungalows. Die sind aber so was von fit, das ist beneidenswert. Mir hängt am Abend die Zunge raus, Tipi tun die Füße weh und die beiden meinten lediglich, das wäre doch ein netter Spaziergang gewesen.

Unterwegs gab es nicht wirklich viel zu sehen. Die Abzweigung zum größten Banyanbaum der Welt haben wir irgendwie verpasst. Am Ziel dann eine Ansammlung von Hütten und ein Strand.

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In einer der Hütten können wir etwas zu Essen und zu Trinken kaufen. Zitronenlimo mit Keksen und jeder eine Kokosnuss.

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Am 4. Tag auf Tanna gehen wir wieder auf den Vulkan - dieses Mal gratis, denn das 3. Mal ist kostenlos,. Es gibt allerdings Ärger mit den Autos. Bisher setzten wir uns in irgendeinen der bereitstehenden Pickups. Dieses Mal müssen wir uns umsetzen, weil andere Gäste unserer Platz bekommen sollen. Warum das heute anders ist wird nicht klar, aber na gut - dann setzen wir uns halt um. 5 Minuten später ist dann angeblich auch das wieder das falsche Auto und mir platzt der Kragen. Alle bezahlen hier gleich viel, ich sehe nicht ein warum es hier Kunden 1. und 2. Ordnung geben soll. Wir bleiben sitzen. Es sind heute aber auch besonders viele, die rauf wollen. 8 Autos insgesamt. Fast 100 Leute oben auf dem Vulkan. Die Show ist auch heute wieder atemberaubend, ich könnte nicht sagen welcher der 3 Tage der beste war.

Als wir nach einer Stunde wieder zu den Autos zurück kommen stehen nur noch 5 da, unser Auto ist weg. Wir müssen auf dem Parkplatz warten bis eines zurück kommt. Die Zeit hätten wir lieber oben auf dem Rand verbracht, aber....darf man ja nicht. Sollte ich noch einmal hierher kommen gehe ich über die Ascheflanke rauf, zahle nix und bleibe so lange oben wie ich will. Einige machen das wohl schon so, denn abends konnten wir von unserer Terasse aus immer mal wieder eine Taschenlampe oben auf dem Vulkan aufblitzen sehen.

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Am Vormittag hatte Morris eine Custom Dance Privatvorführung im Nachbardorf organisiert.

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Extra für uns und 2 weitere Gäste schmeißen sich die Locals in ihre Baströcke und wir bekommen eine etwas authentischere Darbietung dessen, was man auch im Besuchercenter zu sehen kriegt. Die Aussicht mit dem Yasur im Hintergrund ist hier aber unschlagbar.
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Feuer machen mit Hibiskusholz gibt es im Nebenprogramm.

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Ich habe mich damit schon beim letzten Besuch blamiert und versuche es erst gar nich. Tipi versucht es und gibt bald auf - zu anstrengemd.

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Zum Trost kauft sie eine kleine geflochtene Umhängetasche. Unser Gepäck mittlerweile knapp 50 kg. Es wird immer mehr.

Dann sehen wir noch wie man aus Blättern eine Krankentransporte baut.

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Das war es dann auch schon von Tanna. Sanga holt uns ab und es geht wieder zurück zum Flughafen nach Whitegrass.

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Eigentlich hätte ich gedacht, dass Tanna eine Herausforderung für Tipi würde. Am Ende hat es ihr aber so gut gefallen, dass dies erst der 2. Ort auf unserer Reise ist, (nach Bora Bora) den sie ungern verlässt.

Eingestellt von tipitom 03:21 Archiviert in Vanuatu Kommentare (0)

Espiritu Santo (Vanuatu) - Teil 1

Katz und Maus

sunny 28 °C

Von Tanna geht es mit einer Zwischenlandung in Port Vila weiter nach Espiritu Santo oder nur Santo, wie die Insel bei den Locals heißt. In Santo gibt es die schönsten Strände Vanuatus. Wir mussten 5 Stunden Aufenthalt in Kauf nehmen, um von einer Insel auf die andere zu kommen. Der Domestic Airport von Vanuatu ist nicht wirklich aufregend oder sehenswert. Es gibt nur eine kleine Bude in der man etwas zu essen kaufen kann.

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Wir kaufen uns gegrillte Shrimps in Soße. Tipi nimmt Pommes dazu, ich den Reis. Mit den Pommes kann etwas nicht gestimmt haben. Tipi wird gegen abend und in der Nacht richtig schlecht. Sie lässt sich die Shrimps durch den Kopf gehen und schläft mit Eimer (sucht darin Jörg).

Ankunft wieder mal bei Dunkelheit, Flieger wieder mal verspätet. Daniel unser Wirt holt uns ab, das klappt schon Mal gut hier.
70 Euro kostet das bis zu unseren Bungalows. Ein strammer Preis für 40km Fahrt. Es gibt aber keine Alternative. Öffentliche Transportmittel gibt es nicht auf Santo.

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Ebenfalls 70 Euro zahlen wir für unseren Holzbungalow. Keine Steckdosen, Strom und Licht kommen aus einer kleinen Batterie, die Daniel jeden Morgen abholt und tagsüber per Solarpanel auflädt. Es gibt für diesen Preis auch kein Warmwasser zum Duschen. Dafür gibt es einen schwarzen Plastiksack den man auffüllt und tagsüber in die Sonne legt. Das nennt sich dann Solardusche. Sieht man auf dem 3. Foto unten links an der Treppe

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Bad und Toilette ist Open Air.

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Zum Bungalow gehört auch eine Katze. Von ihr später mehr.

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Von der Tierwelt Vanuatus haben wir bisher so gut wie nichts gesehen. Hier aber mal eine hübsche Echse auf unserer Terasse.

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Es schläft sich aber gut hier. Ab 7 Uhr abends ist es totenstill. Wir sind jeden Abend um 8 im Bett, dafür stehen wir dann ausgeschlafen zum Sonnenaufgang um halb 7 wieder auf.

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Das Beste hier ist einfach der Strand. Puderfeiner Sand, kristallklares Wasser und wir sind praktisch alleine hier. Höchstens eine Hand voll andere Touristen sieht man den ganzen Tag über.

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10 Tage Nichts tun den ganzen Tag bis zum Sonnenuntergang.

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Strom gibt es nur stundenweise im Restaurant nebenan, es reicht kaum um unsere diversen Geräte zu laden. Internet ebenfalls sehr sporadisch, in den letzten 3 Tagen gar nicht mehr. Daran waren möglicherweise wir Schuld, als es einen klitzekleinen Kurzschluss gab, den unser in Tahiti gekaufter Adapter verursacht hat bevor er in Rauch aufging.

Es gibt in diesem Restaurant auch etwas zu Essen, aber ein Teller Spaghetti kostet 15 Euro, ein kleines Bier 330ml 4,20€. Teurer als Bora Bora ist das hier. Deswegen werden wir zu Selbsversorgern. Thunfisch aus der Dose und Instant-Nudeln ergänzen das was vom Frühstück übrig bleibt. Wir bekommen jeden Morgen mehr Bananen und Papaya als wir über den ganzen Tag Essen können. Manchmal ist eine riesige Grapefruit dabei, die schmeckt köstlich. So was Feines habe ich sonst nirgends auf meine Reisen bekommen. Zu hause schon mal gar nicht.

Die Lebensmittel packen wir immer gut weg, denn Heerscharen von Ameisen machen sich über alles her, was sie kriegen können. Wir dachten nicht, dass die Instant-Nudeln eingeschweisst in ihrer Verpackung tierische Abnehmer finden würden - da hatten wir uns getäuscht. In der 3. Nacht raschelt es kräftig aus der Richtung des Tisches auf dem wir die Nudeln hatten. Tipi stellt sich der nächtlichen Bedrohung und erwischt eine Maus die sich durch das Plastik der Nudeln geknabbert hatte. Bei einer Ratte wäre ich aufgestanden, aber es war eine süße Maus, sagt Tipi. Zuerst glotzt das kleine Tier noch ein wenig und verschwindet dann Richtung Bad. Nudeln wurden weggepackt, Nachtruhe wieder hergestellt.

Am nächsten Morgen dann eine Überraschung - die Maus frisst Seife. Unsere Seife auf dem Waschbecken ist rundherum mit Bissspuren verziert. Nicht nur das, es liegt auch überall Mausdreck auf dem Waschtisch. Das findet Tipi nun garnicht süß sondern vielmehr eklig.

Auftritt Katze: Sie geht seit unserer Ankunft keinen Meter von der Terasse. Liegt wohl daran, dass Tipi sie mit Milch und Brot täglich füttert. Es ist eine besondere Katze, ihr fehlen im Oberkiefer alle Zähne. Das sieht von vorne dann sehr seltsam aus, weil die unteren Fangzähne seltsam überstehen. Riesige Ohren und voller Flöhe - hübsch ist sie wirklich nicht.

In der folgenden Nacht ist die Katze auf einmal im Bungalow. Keine Ahnung wo und wie sie da rein kam, aber sie liegt am Morgen mit im Bett. Wenigstens außerhalb des Moskito-Netzes, so dass ihre Flöhe draußen bleiben. Neben dem Bett liegt die tote Maus - ein Geschenk der Katze an uns. Damit glaubt sie wohl auch das Anrecht auf einen Platz im Bett erworben zu haben. Gut, es war eine große Maus - die größte Maus die ich je gesehen habe. Es könnte auch eine sehr kleine Ratte gewesen sein. Tipi bleibt dabei, es ist eine Maus.

Wissend wie Frauen im Allgemeinen auf die Anwesenheit von Ratten reagieren, diskutiere ich das Thema mit ihr nicht weiter. Kein Mausdreck mehr auf dem Waschtisch, die Katze bekommt ab sofort einen Sonderstatus und wird nun stündlich gefüttert bis sie fast platzt. Tipi kann sich nicht vorstellen, dass diese Umfangsvermehrung im Bauch auf ihre Mast zurückzuführen ist und vermutet statt dessen eine fortgeschrittene Schwangerschaft.

Ich untersuche den Bauch der die Katze, kann aber keine kleinen Katzen ertasten. Der Umstand der Katze ist kein anderer sondern lediglich ein vollgefressener, teile ich Tipi mit. Egal, es wird weiter gefüttert was rein geht. Was sie nicht schafft bleibt übrig, aber das verteidigt sie wie ein Löwe gegen die Hunde, die auch gerne mal was gehabt hätten. Sobald sich einer der der Terasse nähert hört man es Knurren und Fauchen und wenn es einer dennoch wagt sich ihrer Futterschüssel zu nähern springt sie ihn an wie eine Furie. Klar wer hier der Boss ist.

Eingestellt von tipitom 15:49 Archiviert in Vanuatu Kommentare (0)

Espiritu Santo (Vanuatu) - Teil 2

Abgesoffen

semi-overcast 24 °C

Nach einigen Tagen Nichtstun leihen wir uns ein Kajak und paddeln zur Champagne Beach nebenan.

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Beliebt als Tagesausflug bei Kreuzfahrtschiffen. 10$ Eintritt kostet der Strand. Frechheit! Ok, der Strand ist wirklich schön. Puderfeiner weißer Sand, Wasser kristallklar türkis - ziemlich genau das was man sich unter Südsee-Traumstrand vorstellt. Aber 10$? Nee, echt nicht. Wir paddeln weiter und machen ein Foto von weiter weg.

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Wir wollen auch wieder ein wenig Schnorcheln und haben die Gopro dabei, die schon in Tahiti so Schöne Unterwasseraufnahmen geliefert hat. Ich mache zuerst noch ein paar Aufnahmen von unserem Strand über Wasser - da war noch alles okay. Hier das letzte Bild.

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Weitere Bilder gibt es nicht, denn als ich mit der Kamera ein paar Meter geschwommen bin, fällt das Display aus und sie lässt sich nicht mehr einschalten. Oh-oh! Kein gutes Zeichen. Wieder zurück öffne ich die Kamera und es läuft Wasser raus. Total abgesoffen das Ding beim Schwimmen an der Oberfläche! Angeblich ist das Ding dicht bis 10m. Alles war korrekt verschlossen wie letztes Mal. Es ist mir ein völliges Rätsel warum sie dieses Mal nicht dicht gehalten hat.

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Tags darauf fahren wir zum Million Dollar Point zum Schnorcheln. Hier hätten wir die Kamera gut brauchen können. Weil die Amis bei Kriegsende ihre schwere Ausrüstung nicht mit heim nehmen konnten und sie ihnen vor Ort keiner abkaufen wollte, haben sie kurzerhand alles im Meer versenkt. Panzer, Bulldozer, Kettenfahrzeuge aller Art, Jeeps und alles was einen Motor hatte, haben sie vom Ufer aus direkt ins Wasser fahren lassen. Da liegt es nun seit 70 Jahren in 5 bis 20m Tiefe und verrostet. Die Fische freuen sich über die neue Deckung, Korallen wachsen auf dem Schrott. Heute ist es ein einmaliger Schnorchelspot.

Wir haben für den ganzen Tag ein Auto mit Fahrer gemietet und als Nächstes geht es zum Blue Hole. Ein Frischwassertümpel mit glasklarem, tiefblauem Wasser.

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Auch hier kann man Schnorcheln und Fische mit Brot anfüttern.

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Unterwegs dann ein Stand mit gesunden Früchten - man beachte die Schreibweise.

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Kava gibt es auch, aber wir verzichten. Das Zeug schmeckt einfach grauenhaft und wir überlassen es den Einheimischen sich damit zuzudröhnen.

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Letzte Station auf der heutigen Rundfahrt ist Port Olry ganz im Nordosten der Insel. Hübscher Strand, der Sand hier allerdings nicht ganz so puderfein wie in Lonnoc oder Champagne - das gibt Punktabzug in der Strandwertung.

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Dennoch ein Strand der Spitzenklasse.

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Am vorletzten Abend wollen uns Daniel und Georgina etwas Gutes tun und bereiten vor unserer Terasse ein BBQ mit fragwürdigen Würstchen und zähen Steaks zu.

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Dazu gibt es Lap-Lap, eine einheimische Spezialität die in Bananenblättern gebacken wird.

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Für mich eine geschmacklose Pampe, Tipi findet es ausgezeichnet.

Die Tage zuvor war es immer meine Aufgabe Feuer zu machen, damit wir heißes Wasser für den Abendtee hatten.

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Unsere Zeit auf Santo ist zu Ende, es geht zunächst zurück nach Port Vila.

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Dort haben wir 6 Stunden Aufenthalt bevor es weiter geht nach Fidschi. Tipi hat mit dem Amazon Kundendienst wegen der GoPro gemailt. Es sieht so aus, als ob sie uns den finanziellen Schaden ersetzen. Das gibt uns aber immer noch keine Unterwasserkamera zurück. Wir beschließen eine hier vor Ort in Vanuatu zu kaufen. Vom Flughafen nehmen wir ein Taxi in die Stadt.

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In Port Vila gibt es einige Duty Free Shops, die unser Modell zu erstaunlich günstigen Preisen anbieten. Ein spezielles Unerwassergehäuse gibt es auch zu kaufen, damit soll die Kamera dann angeblich dicht bis 40m sein. Wir kaufen eines in der Hoffnung, dass es so wenigstens bis Schnorcheltiefe dicht hält.

Nun fehlt nur noch die Kamera selbst. Das erscheint einfach, wird aber dann doch etwas knifflig. Um den günstigen Duty-Free-Preis zu bekommen muss man die Kamera hier vor Ort kaufen und sie wird dann per Sammel-Kurier zum Abflug Schalter geliefert. Der Kurier für heute Vormittag ist schon weg, der für Nachmittag kommt zu spät für unseren Abflug. Mist!

Als wir schon wieder draußen auf der Straße sind kommt mir eine Idee. Wie wäre es wenn wir den Kurier bezahlen und er für uns eine Extra-Tour zum Flughafen macht? Wir gehen zurück und machen unserer Vorschlag. Die Verkäuferin bespricht sich kurz mit ihrem Chef und siehe da, es gibt eine extra Lieferung für uns. Na also, geht doch!

Wir sind ziemlich happy dass das nun so gut geklappt hat und gehen an die neue Hafenpromenade um etwas zu essen. Dort bekommen wir das beste Pad Thai das man sich vorstellen kann. Danach geht es wieder per Taxi zum Flughafen, dort wartet schon unsere neue GoPro auf uns. Kurz darauf geht es in den Flieger nach Nadi, Fidschi.

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Eingestellt von tipitom 16:50 Archiviert in Vanuatu Kommentare (0)

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