Reise blog von Travellerspoint

Juli 2017

Mo'orea

Luxusprobleme

semi-overcast 28 °C

Montag: Tipi joggt frühmorgens und ühernimmt sich dabei. Es ist zwar nicht heiß, nur etwa 24°, aber die Schwüle ist schwer zu ertragen beim Laufen. Sie ist den Rest des Tages völlig platt. Heute wird zum Ruhetag.

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Dienstag: Tipi verschläft vorsichtshalber ihre morgentliche Jogging-Einheit. Statt dessen drehen wir nach dem Frühstück eine Runde mit den Kajaks. Etwa 1km vom Ufer brechen sich die Wellen mit lautem Getöse am Riff. Da paddeln wir so nahe wie möglich ran. Aus der Nähe sieht das noch eindrucksvoller aus.

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Das Wasser ist kristallklar, unter uns sieht man Fische wie in einem riesigen Aquarium. Wir wechseln das Freizeitgerät und tauschen Kajaks gegen Schnorchelausrüstung. Unter Wasser ist die Sicht leider wieder nicht optimal, etwa 10m, aber die Sonne scheint und mit viel Licht ist es besser als vorgestern.

Tipi kann laut eigener Aussage nicht wirklich schwimmen, dafür stellt sie sich bei ihren allerersten Schnorchelversuchen erstaunlich gut an. Mit dem Gesicht im Wasser zu atmen ist für Beginner oft eine Hürde. Abtauchen und Schnorchel ausblasen ist auch nicht so einfach. Das alles ist für sie kein Problem. Wenn das so weiter geht wird das glatt noch was mit einem gemeinsamen Tauchgang im Lauf der Reise. Gelegenheiten kommen noch genug.

Miittwoch: Vom Wetter her der beste Tag bisjer. Ideal für eine Radtour zur Cook Bay. Hin und zurück sind das gut 50km. Die alten Single-Speed-Bikes, die wir hier bekommen haben, sind eher gedacht um morgens Baguette zu holen.

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Erstmal schön Frühstücken

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Eine lange Radtour damit ist eine echte Herausforderung. Die hohen Berge im Inselinneren sind eine grandiose Kulisse und entschädigen für die Strapazen auf dem Sattel.

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Und hier das hässlichste Auto der Insel.

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Schnorchelausrüstung und Kameras haben wir auch dabei. Es gestaltet sich jedoch schwierig eine passende Stelle zu finden, an der wir gut ins Wasser und die Wertsachen am Ufer lassen können.
Als wir das dann ganz am Ende der Cook Bay gefunden haben ist es unter Wasser dann nicht so toll. Schlechte Sicht, kaum Farben. Zumindest ist es hier ein wenig tiefer und Tipi kann üben tiefer abzutauchen. Klappt ganz gut.

Bis wir zurück sind ist schon wieder bald Essenszeit. Fast verpassen wir den besten Sonnenuntergang auf unseren bisherigen Reisen.

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Donnerstag: In der Nacht stürmt es heftig. Mehrfach wachen wir auf als Windböen am Dach rütteln. Tipi holt Schlaf tagsüber in meiner Hängematte nach.

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Das Laden unserer vielen USB-Gadgets wird immer schwieriger, 2 von 3 USB-Ladesteckern sind bereits defekt. Vermutlich durch die feuchte Seeluft.

Dann war da noch Tipi's Kampf mit den Kakerlaken. Auf ihrer jetzigen Stufe der Erkenntnis werden Lebensmittel auf deren Umverpackung Kakerlaken krabbeln weggeworfen. (So passiert mit Thai-Take-Away in Hawaii) Hier ekelt sie sich vor Kakerlaken, die in der Küche auf der Arbeitsfläche Zuhause sind. Als sie unsere Vermieterin darauf anspricht ist diese nicht überrascht. Sie meint die seien ganz lieb (franz. O-Ton: tres gentile) und man müsse sich wegen ihnen keine Sorgen machen Am besten brachte man sie als exotisches Dekor. Sie bietet allerdings eine Dose Sprühgift an. Was ist besser? Gift in der Küche oder ein paar Käfer? Tipi lehnt das Gift ab und hat somit die zweite Stufe erreicht. Auf der höchsten Stufe, dem Kakerlakentoleranznirvana, wird sie lässig die Kakerlake vom Teller schnippen und ungerührt weiter essen. Warten wir auf Afrika.

Coke Zero ist nach 4 Tagen in beiden Läden im Umkreis leergekauft. Noch so ein Luxusproblem - Tipi trinkt nur Coke Zero. Keine Diet Coke und auch nicht dieses Zeug mit Stevia. Coke Zero muss es sein. Nun sind wir halt auf einer Insel mit kleinen Tante Emma Läden. Deren Vorräte sind begrenzt und auf ihre Stammkundschaft zugeschnitten. Gut das wir bald nach Bora-Bora abreisen, dann können wir dort die Vorräte plündern.

Freitag: Letzter Tag auf Mo'orea. Es regnet in der Nacht und den größten Teil des Vormittags. Den Plan mit dem Moped zum Belvedere zu fahren haben wir fallen gelassen. Nass und ohne Aussicht? Was sollen wir da oben?

Morgen geht's weiter. Von Mo'orea mit der Fähre nach Tahiti, dann mit dem Flieger nach Bora-Bora. Der Zeitplan ist eng, da darf nix schief gehen damit das alles klappt und wir gegen Mittag wie geplant ankommen.

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Bora Bora Teil 1

Ferien mit Klaus & Horst

semi-overcast 27 °C

Es folgt wieder die schon bekannte und von mir wenig geliebte Transportstaffel. Das Taxi zur Fähre ist pünktlich gekommen.

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Die Fähre nach Tahiti legt auch pünktlich ab. 2 Etappen geschafft.

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Diesmal ist die Überfahrt zwar ebenso kurz wie die Hinfahrt, aber es schaukelt ein wenig. Wie zu erwarten wird Tipi innerhalb weniger Minten seekrank. Das muss so eine Art Rekord sein. ich habe noch nie jemanden bei so moderatem Segang so schnell seekrank werden sehen.

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Wieder steht ein Taxi bereit und bringt uns zum Flughafen.

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Wir sind gut in der Zeit, meine Befürchtungen wegen dem knappen Zeitplan bis zum Abflug waren unbegründet. Wie sich herausstellt waren wir sogar viel zu früh dran, denn unser Flug ist um mehr als 2 Stunden verspätet.

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Kurz nach 13 Uhr geht es endlich weiter

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Der Anflug ist wieder sensationell, wenn auch die Wolken einen perfekten Blick verhindern.

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Ziemlich einmalig in der Welt dürfte das Shuttle sein, das einen vom Teminal nach Vaitape bringt. Vaitape ist der einzige Ort auf der Insel. Der Flughafen liegt auf einem ringförmigen Atoll vor Bora Bora.

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Gerard, unser Wirt, kommt uns abholen und bringt uns die 2km zu unserer Unterkunft.

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Wir haben einen kleinen Bungalow in einem Garten mit Kochnische und Open-Air-Bad. Hier war ich auch schon vor 3 Jahren zu Gast.

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Die ersten Tage verbringen wir mit Schnorcheln direkt vom Ufer weg.

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Viel ist unter Wasser nicht zu sehen, wenig Fische und nur 10m Sicht. Ich mache erste Versuche mit der Gopro

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Tipi braucht Flossen, also kaufen wir welche. Brille und Schnorchel hatten wir vorher schon gekauft. Unser Gepäck wird immer schwerer.

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Abendessen holen wir uns beim Chinesen um die Ecke.

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Das Wetter könnte besser sein, es regnet immer mal, aber zwischendurch gibt es immer mal eine Gelegenheit für Fotos.

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Dienstag hat Tipi ihren runden Geburtstag. Etwas für die Ohren hatte sie sich vorher schon ausgesucht.

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Morgens hatte ich einen kleinen Kuchen besorgt und sogar passende Kerzen gefunden.

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Abends dann eine Reservierung im Mai Kai im Bora Bora Yachtclub.

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Eines Abends gibt es einen Aufreger. Tipi schreit wieder mal wegen irgendeinem Tier, das sie im offenen Bad entdeckt hat. Ich vermute einen Frosch oder etwas Ähnliches. Was ich dann sehe erzeugt allerdings Gänsehaut. Es ist ein mehr als 20cm langer Hundertfüsser. So ziemlich das einzige Tier vor dem es mir graust. Spinnen, Schlangen ist mir alles egal - aber bei Hundertfüssern hört der Spaß auf. Diese Abneigung geht lange zurück. Auf einer meiner ersten Tropenreisen wurde ich in Sumatra nachts von einem dieser Biester hinter dem Ohr gebissen. Er war in meinem Kopfkissen und kam nachts heraus. Die höllischen Schmerzen dieses Bisses habe ich nie vergessen.

Da ist nun wieder so einer. Ich bin froh als er sich bald in eine Ritze im Bad verzieht, ohne das ich eingreifen müsste. Tipi kannte diese Tiere und ihre Gefährlichkeit nicht und schläft in der nächsten Nacht nur schlecht. Um es ihr leichter zu machen, schlage ich vor unseren ungebetenen Badgast einen Namen zu geben. Klaus soll er heißen. Dieser psychologische Trick funktioniert.

Es funktioniert auch 2 Tage später als eine gut ausgewachsene Kakerlake von ca. 8cm durchs Bad huscht. Sie bekommt den Namen Horst und schon ist sie viel weniger eklig. Ich muss nun nur noch abends voraus ins Bad gehen und nachsehen ob Horst oder Klaus unterwegs sind

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Bora Bora Teil 2

Highlight Tage

semi-overcast 27 °C

Vielleicht haben sich beim letzten Beitrag einige Leser gefragt, was denn nun an Bora Bora so speziell sein soll. Fotos von Sonnenuntergängen gibt es von jedem Strand und Berge an der Küste...naja...auch nicht so besonders. Nun, in diesem Beitrag kommen Fotos davon, was Bora Bora verdientermaßen den Ruf als TraumInsel in der Südsee eingebracht hat.

Wir haben uns das Beste für die letzten beiden Tage aufgehoben. Für Mittwoch war geplant gleich in der Früh Fahrräder zu mieten und einmal um die Insel zu fahren. 30km wären das gewesen, locker zu schaffen. Ja wenn es nicht immer wieder geregnet hätte. Gegen Mittag reisst es endlich ein wenig auf und Gerard fragt uns ob wir zum Matira Beach mitfahren wollen.

Das Angebot nehmen wir gerne an, zumal er anbietet uns bei Sonnenuntergang wieder abzuholen. Echt ein toller Service. Als wir losfaheren ist bestes Strandwetter. Matira Beach ist der einzige breite Sandstrand auf Bora Bora.

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Das Wasser: Radioaktiv, neongrün, klar wie Gin. Hier lässt es sich gut aushalten.

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Schnorcheln geht hier schlecht, es ist einfach zu flach. Selbst 200m vom Ufer wird es nicht tiefer und man kann immer noch auf sandigem Boden stehen.

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Zum Sonnenuntergang gibt es noch einen Regenbogen auf der anderen Seite der Bucht.

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Viel zu früh kommt Gerard um uns wieder abzuholen. Eigentlich wollten wir noch bleiben, zumal ich gerade ein paar Freunde gefunden hatte.

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Tags darauf folgt ein weiteres absolutes Highlight der bisherigen Reise: Schnorchel Tour in der Lagune. Die habe ich vor 3 Jahren schon einmal mitgemacht, würde ich jederzeit wieder machen. Letztes Mal hatte ich leider keine Unterwasserkamera dabei, dieses Mal gibt es Bilder.

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Wir werden mit dem Taxi abgeholt und zur anderen Seite der Insel gefahren.

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Von dort geht es in einem kleinen Boot raus zur Lagune. Entlang der Küste, vorbei an den sündteuren Over-the-Water-Bungalows.

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Für perfekten Kitsch sorgt unser Guide Taro mit passender Ukulele Begleitung.

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Erster Stop ist bei den Haien. Schwarzspitzen-Riff-Haie und Zitronenhaie in glasklarem Wasser.

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Tipi sind es zu viele. Sie meint nicht die Haie! Zu viele Schnorchler stören den Spaß mit den etwa 20 Haien.

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Danach geht es zu den Stachelrochen. Die sind so zahm und gierig nach Futter dass sie an einem hochkrabbeln. Die Unterseite fühlt sich butterweich an.

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Letzter Stopp Coral Garden. Auf dem Weg dorthin kurz ins Wasser für eine Manta Begegnung.

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Coral Garden

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1000ende Fische, klares Wasser, tolle Farben. Dann ist Mittagspause auf einer Motu.

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Nachmittags wieder zurück mit Taxi.

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Das war's von Bora Bora. ?

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Eingestellt von tipitom 13:05 Archiviert in Französische Polinesien Kommentare (0)

Bora Bora - Papeete - Auckland - Apia (Samoa)

Prinzessinnentage

semi-overcast 14 °C

Letzter Tag in Bora Bora. Wir müssen um 10 Uhr auschecken, unser Flug geht aber erst am Abend. Daher lassen wir uns von Gerard noch einmal zum Matira Beach fahren und liegen den ganzen Tag faul in der Sonne.

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Wieder ist der Flug verspätet, nur eine halbe Stunde, aber das hat Folgen. Warten ist hier etwas, das man fast gerne tut - bei dieser Aussicht!

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Während ich so dasitze, geht ein wunderbarer Vollmond über dem Terminaldach auf.

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Dann endlich geht es zum Flieger

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Bevor es morgen sehr früh weiter geht, haben wir wieder eine AirBnB-Unterkunft in der Nähe des Flughafens gebucht. Unser Gastgeber gab uns keine Adresse, wollte aber dafür sorgen, dass uns ein Taxi abholt. Wir wissen nur den Namen der Fahrerin, Tina.

Da stehen wir nun wieder, wie schon vor 2 Wochen. Damals suchten wir nach Maryline und hatten wenigstens ein altes Foto. Diesmal nur den Namen. Wieder ist niemand da, der ein Schild mit unseren Namen hoch hält. Was bleibt uns übrig, als den Gastgeber anzurufen und zu fragen ob da noch wer kommt, oder ob wir uns selbst ein Taxi besorgen sollen.

Eigentlich keine große Sache, er sagt uns das Taxi sei unterwegs. Also warten wir. Als die Fahrerin dann 10 Minuten später kommt, ist sie sichtbar verärgert. Warum nur?

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Es stellt sich heraus, dass der Typ sie am Telefon ziemlich rund gemacht hat. Sie schimpft während der ganzen Fahrt auf ihn und uns(?). Was können wir denn dafür, dass wir 20 Minuten aufs Taxi warten mussten?

Die Unterkunft liegt hoch oben am Berg in einem der besseren Viertel von Papeete. Wäre eigentlich sehr schön für einen längeren Aufenthalt, aber ist für die eine Nacht doch etwas weit weg vom Flughafen. Es ist spät bis wir ins Bett kommen, alle Läden hatten schon zu. Gut dass wir noch in Matira etwas gegessen hatten.

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Früh am Morgen holt uns die selbe Taxifahrerin wie ausgemacht um 7 ab. Immer noch etwas säuerlich, aber besserer Laune als gestern. Sie hat sich wohl mit dem Gastgeber wieder vertragen. Es scheint, als ob wir nun die Bösen sind, denn der Wirt hinterlässt einen etwas unfreundlichen Kommentar für uns auf AirBnB. Etwas das Tipi furchtbar ärgert. Mir ist das so was von egal, zumal wir beide Taxifahroten nicht bezahlen mussten.

Es folgen 6 Stunden Flug nach Auckland, Neuseeland. Es geht über die Datumsgrenze. Ab jetzt sind wir 11 Stunden voraus statt 12 Stunden hinterher. Das bringt uns 1 Stunde auf der Uhr, kostet aber einen Reisetag.

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In Auckland haben wir nur knapp 2 Stunden Aufenthalt. Das war so gewollt, denn hier ist gerade Winter und auf Winter hatten wir keine Lust.

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Die Neuseeländer sind ein cooles Völkchen, wie man an dieser Anzeigetafel sehen kann - RELAX :-)

Weiter geht es mit Air New Zealand, 4 Stunden nach Apia, Samoa. Das war sicher nicht der direkte, kürzeste Weg von Tahiti, aber der billigste.

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Als wir ankommen ist es dunkel.

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Ich habe Tipi erzählt, wie schwer es ist in Samoa WiFi zu finden. Deswegen wird sofort am Flughafen eine SIM mit 5 GB Daten gekauft. 14 Tage ohne Internet? Für sie unvorstellbar! Dieses Mal gab es eine Lösung, unser nächstes Ziel ist so weit abgelegen von der Zivilisation, dort gibt es kein Telefonnetz. Das wird hart. Apropos hart - das Zimmer in der Inselhauptstadt Apia war als Deluxe Double angepriesen. Hier die Fotos davon was man in Samoa unter Deluxe versteht.

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Die Matratzen waren so,durchgelegen, man konnte jede Metallfeder spüren. Nach ein er nicht wirklich erholsamen Nacht fahren wir am Morgen die selbe Strecke mit dem Taxi wieder zurück zum Flughafen, denn die Fähre nach Savai, der Nachbarinsel, fährt ebenfalls von dort ab.

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Wir warten gut 1 Stunde auf die Fähre. Tipi mit dem neuen Tablet und der 5 GB SIM ist bestens ausgerüstet für Wartezeiten.

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Gegen Seekrankheit hilft das allerdings nicht. Kaum haben wir abgelegt, wird sie wieder grün im Gesicht.

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Die Überfahrt dauert nur 1 Stunde ist aber drückend mega-heiß. Da drüben ist unser Ziel. Dort 12 Tage Nichtstun ist der Plan.

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Eingestellt von tipitom 21:45 Archiviert in Neuseeland Kommentare (0)

Lano, Savai (West-Samoa)

Irgendwas ist immer

semi-overcast 28 °C

12 Tage Nichtstun war der Plan für unseren Samoa-Aufenthalt. Als Ort dafür habe ich Lano auf der 2. großen Insel ausgesucht. Hier war ich schon vor 3 Jahren und habe eine wunderbar faule Zeit verbracht.

Von der Fähre geht wieder nur ein Taxi dahin. Ich hatte den Fahrer schon auf 20 Tala herunter gehandelt. Während der Fahrt fängt er dann an sich zu beschweren, dass es doch viel weiter sei als von mir angegeben. Ich denke mir, "Na und? Ist doch seine Insel, er sollte das doch besser wissen als ich." Ich freue mich schon, dass ich ein Freibier für mich rausgehandelt hatte, habe dabei aber nicht mit meiner Frau gerechnet. Tipi findet nämlich, dass er recht hat, und dass der ausgehandelte Fahrpreis zu wenig sei. Trinkgeld soll er auch noch haben. Am Ende bekommt er 27 Tala, 2 mehr als er ursprünglich verlangt hatte. Soviel zum Thema Freibier. :-(

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Was den Standard für Unterbringung angeht haben wir nun fast die unterste Stufe erreicht.

Die traditionelle Behausung ist hier die sogenannte Fale. Wenn sie nah am Wasser steht ist es dann eben die Beach-Fale.

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Dafür ist man dann aber wirklich nah am Strand, genaugenommen ist man mittendrauf. Dafür gibt es kein Bad, sondern nur eine Hütte mit Klo und kaltem Wasser aus dem Rohr statt Dusche.

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Eigene Hängematte macht den einfachen Südsee-Traum komplett. Wenn wir mal nicht drin liegen freuen sich die Kinder.

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Samoas Antwort auf die Over-the-Water-Bungalows in Tahiti. Statt 1000$-4000$ pro Nacht, ist man hier mit 25€ dabei. Inklusiv sind 3 Mahlzeiten. Nicht üppig oder ausgefallen, aber man wird satt.

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Die Mahlzeiten werden gemeinsam im Haupthaus eingenommen. Wenn man von Haus sprechen kann.

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Üblich ist hier ein Dach mit Säulen auf Holz- oder Betonboden. Wände, Türen, Fenster? Braucht man nicht. Hier der Ausblick Morgens.

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Und hier abends mit Vollmond unterm Moskitonetz

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Wenn es zieht oder regnet werden Plastikfolien oder geflochtene Matten aus Palmwedeln herunter gelassen.

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Allerdings hilft das nicht gegen Krabbeltiere. Ich mußte im Lauf der Zeit 3 Horst nach draußen begleiten, den 4. brachte Tipi selbst zum Ausgang.
Samoa ist eines der wenigen Länder in denen man von Nichtraucher-Taliban verschont bleibt. Ich kann hier tatsächlich eine meiner wohlgehüteten Cohibas rauchen ohne dumm angemacht zu werden. Fehlt eigentlich nur noch ein Dram von Islay. Da es das hier nicht gibt, muss es ein Vailima-Bierchen auch tun.

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Sonntags geht man in die Kirche. Tipi geht mit und bringt ein paar Fotos mit. Verstanden von der Messe hat sie nix, denn die ist in Samoanisch, aber der Gesang war schön, meint sie.

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Hier zu sehen unsere Wirtin, Falesoa, im Sonntags-Gewand.
Auf dem Gelände lebt eine dürre, kleine Katze. Mehr tot als lebendig, ich habe ihr den Namen Zombie gegeben. Sie verschmäht Ei, aber ist verrückt nach Papaya. Dann wäre da noch der fetteste Hund Samoas, namens Smiley. Der hat die Macke dass er die Zähne fletscht wenn er sich freut. Er sieht damit zum fürchten aus, ist aber völlig harmlos.

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Ein paar interessante Besonderheiten gibt es hier auch noch. Zum einen wäre da die tägliche "Silent Time" zwischen 6.30 und 6.45 Uhr. Autos werden angehalten, Läden schließen für 15 Minuten. Darüber wachen junge Samoaner in schwarzen Lava-Lava und wissen Shirts. Beginn und Ende der Silent Time wird per Tröte verkündet. Gedacht ist diese Viertelstunde als Zeit für Gebete der sehr gläubigen Bewohner.

Eine andere Merkwürdigkeit ist die Tatsache, dass alle Kinder ausziehen müssen, wenn der Vater der Familie stirbt. Die Enkel dürfen bleiben. Meist ziehen die Kinder nur in ein weiteres Haus auf dem selben Gründstück, ein paar Meter weiter. Wenn dann dort das Oberhaupt stirbt, gehen dessen Kinder wieder in Haus Nr. 1 ...usw. Daher sieht man hier immer mehrere Häuser auf jedem Grundstück.

Friedhöfe gibt es auch nicht, die Toten werden praktischerweise im Garten hinter oder meist vor dem Haus vergraben. Friedhofsbesuche zu Allerheiligen und Fronleichnam erübrigen sich auf diese Weise.

In der ersten Woche sind die Moskitos eine schlimme Plage. Unser Repellent geht rapide zur Neige und wir müssen nach Salelologa, der einzigen einer Stadt ähnlichen Ansiedlung auf der Insel. Postkarten wollten wir auch.

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Nichts davon haben wir bekommen und so geht es unverrichteter Dinge wieder zurück mit einem anderen farbenfrohen Bus.

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Wäscheservice gibt es auch nicht, dafür gibt es kaltes Wasser und eine Schüssel gratis.

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Unsere USB-Ladeprobleme nerven immer mehr. Immer mehr der Kabel und Stecker geben den Geist auf. Liegt es am Sand, der feuchten Salzluft? Wir wissen es nicht.

In der 2. Woche sind die Moskitos weg - kein Wunder, denn es geht ein tropischer Sturm über die Insel. Es regnet immer wieder heftig, der Wind lässt Tag und Nacht nicht nach, das Meer aufgewühlt, Wellen schwappen unter der Fale durch.

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Die ersten beiden Tage gingen ja noch, aber ab dem 3. Tag wurde es wirklich unerträglich. Jede Nacht wachen wir mehrfach auf, weil wir befürchten die nächste Welle kommt zu uns rein. Der Regen prasselt so laut, man bräuchte Ohropax um zu schlafen.

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Dann verderben ich mir auch noch mit irgendetwas den Magen und kann 2 Tage nichts essen. Und als ob das alles nicht genug wäre foltert mich Tipi weiter mit Wolfgang Petry. Ein Live Konzert hatte sie auf dem Handy, das musste ich mir schon auf Mo'orea zig-mal anhören, weil wir dort kein WiFi hatten. Nun hat sie WiFi und ich bekomme auch noch seine Greatest Hits und frühen Werke auf die Ohren. Hölle, Hölle, Hölle!

Eingestellt von tipitom 16:06 Archiviert in Samoa Kommentare (0)

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