Reise blog von Travellerspoint

Juni 2017

Feis Ile 2017 Teil 3

Endlich mobil

rain

Gestern war ein traumhafter Tag, wettermässig. Ideal für einen der schönsten Orte auf der Insel: Portnahaven.
Dummerweise ist dieser Ort sehr weit weg von unserer Home Base und mit dem Bus dorthin zu kommen ist ziemlich umständlich. Tipi und ich wären gerne mitgefahren, aber 6 Personen sind nunmal das Maximum für einen PKW. Frank 2x fahren zu lassen wäre zu viel verlangt, deswegen verzichten Tipi und ich auf den Trip zugunsten der 6 neuen Islanauten.

Donnerstag bekommen wir endlich den 2. Mietwagen.

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Nun können wir 8 endlich gemeinsam aufbrechen. Kilchoman Open Day ist angesagt. Dauerregen leider auch.

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Dennoch gute Stimmung in der kleinen Farm Destille.

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Live Pipe Band spielt.

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Diesem Schaf ist der Regen völlig egal.

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Vielleicht ist ihm der Regen sogar lieber. Denn kaum hört der Regen und Wind auf und die Sonne kommt raus sind sie da. Die gefährlichsten Raubtiere Schottlands. Blutgierig, lautlos, praktisch unsichtbar. Midgies! Wer sie nicht erlebt hat kann es sich nicht vorstellen. Sie gehen mit Vorliebe auf die Kopfhaut, Repellent zwecklos.

Freitag, unser letzter ganzer Tag. Das Wetter ist freundlich obwohl wieder Regen angesagt war. Zuerst fahren wir zum Ballygrant Inn. Die dortige Whisky Bar ist immer wieder ein Hingucker. Leider sind viele der angebotenen Abfüllungen preislich in unerreichbaren Regionen.

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Alleine die Flaschen zu sehen ist aber immer einen Besuch wert.

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Auf dem Weg zum Bunnahabhain Open Day bleiben wir kurz in Caol Ila stehen.

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Sehr hübsch gelegen, mit Blick auf die Nachbarinsel Jura.

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Den Open Day dort am Montag haben wir wegen Regen und mangels Fahrgelegenheit ausgelassen. Heute ist dort fast nix los und ich kann einige der aktuellen Abfüllungen probieren. Gar nicht mal so schlecht. Caol Ila ist ein wenig die graue Maus unter den Islay Destillen. Der 17-jährige unpeated CS beeindruckt mich dann aber schon. Bei einem Preis über 100 Euro sollte er das aber auch.

Überhaupt kann ich über die Preise die aktuell für NAS und junge Whiskies unter 12 Jahre aufgerufen werden nur mit dem Kopf schütteln. Bei den älteren Abfüllungrn wird es völlig verrückt. Bunnahabhain verlangt für einen 20-jährigen über 300 Euro. Diese Flasche mit 55-jährigem aus dem Jahr 1957 kostet 100.000 Dollar

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Wo hört das auf? Solche Preise können einen glatt umhauen.

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Essen ist weit günstiger. Allerdings bekommt Elena ein allergisches Problem mit den Krabben und blüht im Gesicht richtig auf. Auf die unangenehme Art.

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Eine Destille fehlt noch: Ardbeg
Den Open Day werden wir verpassen, denn unser Flieger geht Samstag sehr früh. Wir fahren trotzdem hin. Die Lage und das Café mit dem Shop sind ja auch sehenswert. Leider hat Café und Shop schon geschlossen, bleibt nur noch die Lage.

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Letztes gemeinsames Abendessen bei Duffie's in Bowmore. Brian und sein Vater sind auch wieder dabei .

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Ein letzter Sonnenuntergang

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Dann geht es am nächsten Tag in den Flieger nach Glasgow

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Wir haben von Alina einen neuen Begleiter für die Reise bekommen. Ein Flamingo namens Puli.

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Das spricht sich Pu-Li und ist griechisch für Vogel.

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Da ich Selfies für ziemlich dämlich halte und Personen nur selten das Foto einer Landschaft oder Sehenswürdigkeit verbessern, wird Puli künftig diese Rolle als Running Gag bekommen.

Eingestellt von tipitom 06:08 Archiviert in Schottland Kommentare (1)

Reisetage

Sitzfleisch erforderlich

sunny

Achtung! Viel Text, wenig Bilder. Ich hatte 10 Stunden Zeit im Flieger.

Ich hasse Reisen. Ich weiß nicht ob ich es bereits erwähnt habe. Klingt vielleicht seltsam für jemanden der seine 3. Weltreise macht, aber dieses Transportiert-Werden ist einfach schlimm. Das Beste sind Schiffsreisen. Ich liebe Segeln. Allerdings ist Tipi diesbezüglich völlig anderer Ansicht. Sie findet Boote zum Kotzen. Buchstäblich. Zwei 10-Stunden-Schichten liegen vor uns. Eine mit dem Auto, die zweite per Flugzeug. Übermorgen werden wir 10.000 km geschafft haben. Ein Achtel der Gesamtstrecke.

Am meisten hasse ich Fliegen. An jedem Terminal dieser Welt wird man als Erwachsener zum 3-jährigen degradiert. Logik, Vernunft, gesunder Menschenverstand geht über Bord.

"Frag nicht, Papa weiß was gut für dich ist", alles im Namens der Sicherheit. Schuhe an, Schuhe aus, mit und ohne Gürtel gehen wir durch die Security Checks. Wie auch immer man uns befiehlt. Bloß nicht auffallen. Wie in Zeiten des Absolutismus und der Inquisition. 200 Jahre Aufklärung out of the window. Keiner muckt, keiner fragt.

Beispiel gefällig für den Irrwitz? Okay. E-Zigarette muss beim Flug von München nach London UNBEDINGT ins aufgegebene Gepäck. Begründung: Wegen der Sicherheit. Bei den nächsten 3 Flügen muss die E-Zigarette UNBEDINGT ins Handgepäck. Begründung: Wegen der Sicherheit. Nach den Gesetzen der Logik ist eines von beiden Quatsch. Ja meinst irgendwer sagt da was? Nee, alle halten die Klappe wie dumme Schafe und traben durch die Kontrollen. Akzeptieren jeden Unfug der ihnen vorgeschrieben wird für das Privileg auch im 21.-Taliban-ISIS-Jahrhundert einen Flieger besteigen zu dürfen.

Nicht nur wegen meiner intensiven Abneigung gegen das Fliegen, sondern auch aus Kostengründen haben wir beschlossen die Strecke von Glasgow nach London mit dem Auto zu fahren.

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Sind ja nur 450 km dachte ich, 6 Stunden gemütlich, kein Problem. 450 stimmte ungefähr, aber es waren Meilen. Und wir hatten uns Brighton als Übernachtung ausgesucht bevor es am nächsten Tag weiter gehen sollte über London Gatwick nach Vancouver, Kanada. Brighton liegt an der Südküste Englands, noch mal 50 km weiter als London. Somit wurden es 750km von Nord nach Süd durch Schottland und England. 10 Stunden mit Pausen und Stau bei Lancaster.

Das fährst du mal nicht eben auf einer Backe. Bis wir ankommen ist es 9 Uhr abends und bald dunkel.

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Unterwegs gab es noch einen Moment der Anspannung, als Tipi versuchte uns online einzuchecken. Seit neuestem verlangen auch die Kanadier von uns Deutschen sich online anzumelden. Analog dem US ESTA füllt man einen Online Fragebogen aus, zahlt eine Gebühr und darf dann per Flieger einreisen. Über Land entfällt diese bürokratische Hürde. Die letzten 3 Male als ich nach Kanada reiste brauchte ich diesen Krampf nicht. Ein Argument mehr für mich gegen Fliegen. Potentielle Terroristen werden künftig wohl eher mit dem Auto fahren. Das mit dem Fliegen ist selbst für friedliche Passagiere schwierig geworden.

Unser Bett für diese Nacht ist ein hübsches, typisch britisches Haus direkt an der Waterfront.

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Der Vermieter, ein junger Air BnB Typ, zeigt uns unser winziges Zimmer mit Matratze auf Euro-Paletten für 80 Euro. Naja, ist halt Brighton, Nobel-Badeort. Hier zählt Lage, Lage, Lage. Die feine Gesellschaft Londons trifft sich hier zur Sommerfrische.

Hunger stellt sich ein. Ein Inder soll es sein. Wir sitzen kaum, als es hinter mir furchtbar laut wird.
2 junge Briten geraten in heftigen Streit. Alles andere als feine Gesellschaft. Unterste Schublade. Sie kloppen sich fast. Der Grund des Streits erschließt sich uns nicht. Irgendwas mit der Mutter und dem Bruder. Familiensache möglicherweise. Einer droht dem anderen bzw. dessen Familie Intimität an. "My brother is gonna f*** your mother" oder so ähnlich.

Hübsch ist es hier, aber wir haben zu wenig Zeit. Das bekannte Brighton Peer hat heute abend schon geschlossen. Morgen früh haben wir noch eine Stunde um die Promenade zu besichtigen, das war es dann auch schon von Brighton.

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Rückgabe Mietwagen, Check-In alles relativ ereignislos, reibungslos. Wir fliegen West-Jet nach Kanada. Billig-Airline. Nix inklusive. Keine Verpflegung, kein Kino, nada!

Upgrade hätte 250€ pro Person gekostet. Für Fast Lane, breitere Sitze und etwas zu essen. Unverschämt! Wir beschließen unsere Verpflegung an Bord zu kaufen und statt den breiten Sitzen eine Flasche Bushmill 1608. Die kostet nur 18 Pfund und gemixt mit Cola ergibt das auch eine sehr entspannte Reise.

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Alkohol an Bord wird in beliebiger Menge teuer ausgeschenkt, jedoch mitgebrachten Alkohol zu trinken ist verboten. Vermutlich aus Sicherheitsgründen. So kommt es, dass in einem unbedachten Moment eine Saftschubse die offene Flasche Bushmill entdeckt und sofort konfisziert.

Wir sind so was von erleichtert, dass dieses enorme Sicherheitsrisiko von der Crew umgehend entschärft wurde. Die Leute verstehen etwas von ihrem Job und dafür sind wir dankbar. Ich hasse Fliegen.

Eingestellt von tipitom 08:31 Archiviert in Grossbritannien Kommentare (0)

Vancouver, BC

Kampf dem Jet-Lag

sunny 22 °C

Die Kanadier sind mir sofort sympatisch. Die Einreiseformalitäten sind effizient, schnell erledigt und die Beamten freundlich und hilfsbereit. So sollte es überall sein. Es geht also doch, dass man Passagiere bei der Einreise nicht wie potentielle Verbrecher oder dummes Vieh behandelt.

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Wir nehmen ein Taxi zu unserem AirBnB-Domizil in der Innenstadt. Die ersten 2 Nächte bleiben wir im Zentrum ohne Auto und wollen zu Fuß und mit dem Bus die Stadt ein wenig kennen lernen. Unseren aus China stammenden Vermieter sehen wir nicht, aber die Schlüssel liegen im Briefkasten und wir beziehen unser kleines Apartment.

Kurz darauf schlägt der Jet-Lag zu. 8 Stunden Zeitdifferenz gilt es zu verdauen. Beim Reisen nach Westen gewinnt man zwar Zeit, aber 8 Stunden sind einfach zu viel auf einmal. Schon um 7 Uhr abends können wir uns nicht mehr wach halten und gehen ins Bett.

Fliegt man nach Osten kann man nicht einschlafen auch wenn es schon lange dunkel ist. Fliegt man nach Westen kann man nicht wach bleiben auch wenn es noch lange hell ist.

Um 3 Uhr sind wir wieder wach und ausgeschlafen. Draussen alles stockfinster. Viel zu früh um etwas zu unternehmen. Wir machen uns erst mal einen Kaffee und vertrödeln ein paar Stunden. Um 8 machen wir uns zu Fuß auf den 3km-Weg zum Botanischen Garten. Der Weg führt über einen alten Friedhof und einen Park.

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Die Nachbarschaft hier besteht aus lauter kleinen freistehenden Häusern. Eine reine Wohngegend mit ein paar kleinen Geschäften dazwischen. Niedlich, friedlich.

Das Café am Eingang des VanDusen Park hat gerade erst geöffnet. Ein Kaffee und Muffin heben meine Laune. So gestärkt geht es in den Park. Rhododendron blüht gerade überall in allen Farben.

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Wir haben die perfekte Jahreszeit erwischt, es blüht wirklich überall.

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Ein Reiher wartet ziemlich vergeblich auf etwas Fressbares. In diesen künstlichen Tümpeln schwimmt kein Fisch.

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Puli am Marterpfahl, echt fiese Indianer gibt es hier.

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Ein paar junge Sequoia und Redwoods stehen hier und beeindrucken uns obwohl sie noch lange nicht ihre Rekordgrössen erreicht haben.

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Genug gesehen von Pflanzen, mit dem Bus geht es nach Downtown Chinatown.

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Nicht nur dort hat man eher das Gefühl in Singapur zu sein. In ganz Vancouver sieht man mehr Chinesen als Vertreter anderer Ethnien. In einem Food Court bestellen wir uns etwas anhand von Fotos. Speisekarte gibt es nicht und wenn es sie gäbe könnten wir sie mit Sicherheit nicht lesen.

Einen Bus zurück nach hause zu finden ist super einfach. Dank an Google, man braucht weder Stadtplan noch Busfahrpläne. Offene WiFi findet man überall und mit den Infos aus dem Internet reicht ein Smartphone bzw. Tablet um sich wie ein Einheimischer zu bewegen.

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Wir hatten uns für heute vorgenommen bis 9 Uhr abends durchzuhalten. Fast hätten wir es geschafft, um kurz nach 8 verlieren wir den Kampf gegen die Müdigkeit und schlafen wieder ein auch wenn es draußen noch lange hell bleibt.

Eingestellt von tipitom 19:33 Archiviert in Kanada Kommentare (0)

North Vancouver Wandertage

Soweit die Füße tragen

sunny 26 °C

Nachmittags um 2 holen wir unser Auto ab. Da wo wir nun wohnen brauchen wir das auch. Nördlich von Vancouver am Fuss des Mt. Seymour. Im Winter ist hier ein Skigebiet. Wir haben noch 3 volle Tage in Vancouver und Umgebung. Für Donnerstag ist ganztägig Regenwetter angesagt, so haben wir nur noch heute und morgen um in den Bergen nördlich von Vancouver zu wandern.

Eigentlich würde man dort eher mit Angriffen durch Tiere rechnen. Tipi wurde allerdings heute früh beim Joggen mitten in der Stadt in Hitchcock-Manier von einer Krähe attackiert. Die Ärmste bekam einen Riesenschreck, sonst ist der Krähe nichts passiert.

Unweit unseres Hauses beginnt der Lynn Valley Loop, ein 6,5km Rundwanderweg entlang einem Bach durch dichten Nadelwald.

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Sieht aus wie bei uns, die Wanderwege sind gut gepflegt und beschildert, nur dass der Wald irgendwie unaufgeräumt aussieht. Abgestorbene und vom Sturm gefällt Bäume liegen kreuz und quer und verrotten langsam. Holzwirtschaft gibt es hier schon lange nicht mehr, alles geht seinen natürlichen Gang.

Mittwoch wird wettermässig der beste Tag der Woche. Wir fahren 70km nach Norden bis kurz vor Squamish. Zuerst ein Stop für Fotos am Shannon Wasserfall

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Dann vom Parkplatz nebenan eine nicht gerade billige Fahrt mit der Seilbahn zu einer Bergstation.

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Man könnte auch hinauf wandern, aber unsere Füße sind von gestern noch wund. Ausserdem sind Bären in der Gegend.

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Seilbahn ist gemütlicher und hat die bessere Aussicht als der Fussweg. Oben brauchen wir erst Mal eine Stärkung. Im Hintergrund die beiden Gipfel von Pilot und Co-Pilot. Gerade mal 2000 hoch und jetzt im Juni immer noch Schnee drauf. Erstaunlich.

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Über eine Hängebrücke geht es zum ersten kurzen Rundwanderweg.

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Auch hier wieder alles im Naturzustand. Dickicht wie im Regenwald

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Als nächstes gehen wir den Panoramaweg zum Chieftains Lookout.

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Zuletzt um einen kleinen See.

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Dann reicht es aber wirklich.

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Insider werden auf diesem Foto das perfekte Schuhwerk für Wanderungen in den Bergen erkennen.

Eingestellt von tipitom 20:15 Archiviert in Kanada Kommentare (1)

Aloha Hawai'i

Vancouver - Waikiki - Oahu West Coast

semi-overcast 28 °C

Der letzte halbe Tag,in Vancouver ist zu wenig um noch groß etwas zu unternehmen. Um 2 Uhr müssen wir den Mietwagen zurück bringen. Ausschlafen, Packen, Essen wieder beim Chinesen und dann ist auch schon das Taxi da und bringt uns zum Flughafen.

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Der indische Taxifahrer ist eine Plappertasche und schimpft über die reichen Chinesen, die mit ihrem vielen Geld die Preise in Vancouver verderben, so dass sich andere das Leben hier kaum noch leisten können. Vancouver, angeblich weltweit auf Platz 3 für Lebensqualität in Großstädten? Echt jetzt?

Hübsch ist diese Stadt nicht. Auffällig sind die Appartement-Hochhäuser. Alle im gleichen hässlichen Stil. Die Pazifikküste und die Berge vor der Haustür, außerhalb der Stadt, dort kann man seinen Hobbies nachgehen. Zu Wasser und zu Land. Was in der Stadt selbst so lebenswert sein soll erschließt sich mir nicht. Aber was soll man von einem Ranking der Lebensqualität halten, das Wien auf Platz 1 hat?

Die US-Grenzkontrollen finden bereits im Flughafen hier statt. Dahinter das Schild "Welcome to the United States" noch auf kanadischenm Boden ist schon merkwürdig. Aber wie sich herausstellt, erspart uns das jeglichen Stress bei der Einreise in Hawaii.

Pünktlich auf die Minute fährt unser WestJet Flieger auf die Rollbahn. Ich tippe auf meine Uhr und zeige das Tipi. Da kommt die Durchsage des Kapitäns, etwas mit der Air Con stimmt nicht und wir müssen zurück zum Gate. Der Fehler ist schnell behoben, doch dann kommt der Papierkrieg und obwohl wir nur wenige Meter gerollt sind muss nachgetankt werden. Der Sprit für diesen 6-Stunden-Flug scheint extrem knapp berechnet zu sein, wenn so ein kurzer Ausflug übers Rollfeld schon ein Nachtanken erforderlich macht.

Das Bodenpersonal hat gerade anderweitig zu tun und so dauert es eine Stunde bis es endlich weiter geht. Eine Stunde Verspätung bei WestJet wird zum Standard für uns.

Bei der Ankunft in Honolulu regnet es...schon wieder. Jedes Mal wenn ich hier ankomme regnet es. Hawaii - Inseln der Regenbogen heisst es in der Tourismuswerbung. Ohne Regen gibt's halt keinen Regenbogen. Aber vom Regenbogen sehen wir nichts, denn es ist schon nach 10 Uhr nachts und stockfinster. Wir haben wieder 3 Stunden gewonnen und sind nun 12 Stunden hinter deutscher Zeit. So gesehen haben wir schon die Hälfte der Reise hinter uns.

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Unser Auto zu finden ist gar nicht so einfach, denn auf keinem der Wegweiser ist unser Vermieter Europcar ausgewiesen. Nach einigem Suchen und Fragen erfahren wir dass Advantage hier für Europcar ein Büro hat. Das hätte einem ja auch mal einer vorher sagen können.

Diese Klippe gemeistert, müssen wir nun nur noch zum Hotel finden. Mein Nokia aus dem letzten Jahrhundert erweist sich wieder sehr nützlich.als Navi.

Das größte Problem kommt erst als wir am Hotel angekommen sind. Wir haben uns darauf vorbereitet, Allerdings stellt sich heraus dass die Vorbereitung nicht wirklich etwas gebracht hat. Die Lösung, zumindest für heute Nacht, findet sich zufällig auf dem Weg zum Hotel.

Mietwagen in Hawaii und speziell auf Oahu sind superbillig. Unser Auto kostet gerade Mal 30 US$ pro Tag. Unser Hotel im Zentrum von Waikiki bietet Hotelparken an. Für sage und schreibe 45 US$ pro Tag. Da ist dann aber auch die Steuer und das Trinkgeld für Valet Parking.enthalten. Öffentliche Parkplätze in Waikiki gibt es, aber der Tarif geht zumeist stundenweise für 4 US$ pro Stunde. Strassenparken gibt es mit Parkuhr und 2 Stunden Maximum Parkzeit. Oahu ist wohl der einzige Ort auf der Welt an dem das Fahren eines Autos billiger ist als das Abstellen.

Das Problem mit dem Parken ist so bekannt, dass uns sogar der indische Taxifahrer in Vancouver davor gewarnt hatte. Im Internet hatte ich 2 Gratis Optionen gefunden. Wer etwas Fußmarsch in Kauf nimmt kann am Zoo oder am Ala Wai Kanal parken. Ala Wai war voll und Zoo ging nicht weil alles gesperrt war wegen einer Parade am nächsten Tag. Auf dem Weg zum Hotel sahen wir zufällig ein Parkhaus, dass eine Rate von 15 US$ für 10 Stunden anbot. Ein echtes Schnäppchen.

Ich lade Tipi mit dem Gepäck am Hotel aus und stelle die Karre 300m weiter im Parkhaus ab. Es ist 1 Uhr Ortszeit bis ich selbst im Zimmer bin. Geschafft! Endlich ins Bett.

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Nächster Morgen. Tipi freut sich auf die legendäre Jogging Strecke entlang Waikiki Beach zum Diamond Head und ist um 6 Uhr morgens schon unterwegs.

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Ich schlafe erst Mal aus und schieße Fotos von unserer Aussicht aus der 16. Etage des Waikiki Marriott.

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Da wir nicht 3x am Tag Essen gehen wollen, kaufen wir erst Mal ordentlich für's Frühstück ein.

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Unter den Einkäufen ist der sensationelle Kona Kaffee. Super teuer, 14 Euro für 220 Gramm, aber schemckt einfach köstlich. Downtown Waikiki ist eine einzige Einkaufsmeile für japanische Touristen.

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Südsee-Feeling, Exotik? Hier jedenfalls nicht. Tiffany, Prada, H&M. Ein Shop neben dem anderen. Wir müssen hier raus!
Ausserhalb wird es aber eher schlimmer. Heruntergekommene Vororte, Sperrmüll im Vorgarten? Auch das entspricht nicht dem Hawaii der Postkarten. Wir fahren ganz ans West-Ende der Insel nach Makaha. Hier gibt es zumindest einen schönen Strand mit extrem weichem Sand.

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Perfekt für ein Nachmittags-Nickerchen

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Danach fahren wir ins Kino und schauen uns Mumie 3 an. Tipp: Spart euch das Geld. Guardians of the Galaxy 2 das wir in Vancouver gesehen hatten war besser. Zurück in Waikiki haben wir Glück und bekommen einen Gratis-Straßenparkplatz am Ala Wai Kanal, nur 800m von unserem Hotel.

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Aber nur bis morgen früh um 8.30, dann müssen wir weg wegen Straßenreinigung.

Eingestellt von tipitom 23:58 Archiviert in Vereinigte Staaten von Amerika Kommentare (0)

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