Reise blog von Travellerspoint

Botswana - Teil 1

Sanyati Camp - Chobe River Cruise

semi-overcast 31 °C

Nach nur 11 Tagen ist unser Sambia Gastspiel bereits beendet. Trotzdem die Tiersichtungen hier nicht so spektakulär waren wie in Tansania, hat es uns besser gefallen. Man fühlte sich hier nicht an jeder Ecke ausgenommen. Das Straßen waren überwiegend hervorragend. Campsites erfüllten wenigstens einen niedrigen Standard und Einkaufen wurde nicht zum Geduldsspiel.

Nun also Botswana. Der einzige Grenzübergang zwischen den beiden Ländern, die sich nur eine Grenze von wenigen hundert Metern teilen, liegt am Sambesi. Noch kann man hier nur per Fähre übersetzen, eine Brücke ist in Bau.

20171123212659.jpg20171123212701.jpg

Von Livingstone sind es nur noch 60km bis zur Fährstation. Das wird heute eine der kürzesten Tagesetappen der Reise. Vorher müssen wir wieder Einkaufen. Getränke, Öl fürs Auto und Lebemsmittel. Dabei waren unter anderem 2 Packungen Hackfleisch, die später am Tag noch intressant wurden. Da wir nicht gefrühstückt hatten, gehen wir noch in ein Bistro für ein paar Snacks. Preise wie in München werden hier dafür aufgerufen, Livingstone ist definitiv ein teures Pflaster.

An der Grenze dann der bekannte Spießrutenlauf, vorbei an den Geldwechslern, hin zu den verschiedenen kaum gekennzeichneten Buden der Grenzbeamten. Fahrzeugpapiere und Pässe sind in Ordnung. Nun noch Tickets für die Fähre kaufen und nochmal bezahlen für eine weitere dubiose Gebühr, deren Zweck oder Sinn ich nicht verstanden habe. Hilft alles nichts, beim Erfinden neuer Abgaben ist man hier ausgesprochen kreativ. Protest zwecklos, verstehen muss man es nicht. Einfach immer Geldbörse zücken und nicht fragen.

Dann dürfen wir auch schon durch das Tor und an die Rampe, um auf das nächste Boot zu warten. Das ging eigentlich recht schnell. Die Überfahrt dauert keine 10 Minuten. Von der Mitte des Flusses kann man 4 Länder sehen. Sambia, Simbabwe, Botswana und Namibia in einem Runddumblick.
.

.
Das Visum für Botswana ist kostenlos, fürs Auto werden nur etwa 15 Euro fällig. So günstig kamen wir bisher noch nicht in ein Land. Alles geht sehr zügig. Ohne die Schlange vor uns wären wir in 10 Minuten durch gewesen, so dauerte es dann doch eine halbe Stunde - dennoch Rekordzeit.

Gerade als ich denke wir haben es geschafft, pfeift mich der Zöllner zurück. Er will sehen was wir im Kühlschrank haben. Mist! Tipi hat das Hackfleisch obenauf gepackt und rohes Fleisch einzuführen ist nicht erlaubt. Die verbotene Ware wird konfisziert. Heute abend gibt es Burger bei Familie Zöllner.

Nach der Grenze erstmal Tanken. Sprit ist hier viel billiger als in Sambia, nur etwa 70 Cent/Liter. Dann Einkaufen - wir müssen das verlorene Hackfleisch ersetzen. Botswana ist in puncto Supermärkte ebenso gut aufgestellt wie Sambia. Das freut den Camper. Selbst der Kauf der lokalen SIM-Karte fürs Telefon ist hier schnell und problemlos.

20171125212751.jpg

Nun ist es nur noch ein kurzes Stück zum Sanyati Camp. Die letzten 2km durch tiefen Sand, aber Lilly schafft das locker. Das Camp bietet so etwas wie Luxuscamping. Jede Site hat eigene Dusche/Toiletten, Strom und einen Unterstand. Für beide Autos findet sich Platz unter schattigen Bäumen.

large_20171125212753.jpg

Heißwasser kommt aus einem schicken Ofen hinter der Hütte.

90_BCA91485A67BD96E5E534A8F59030940.jpg

Die eigentliche Attraktion hier ist aber die Nähe zum Chobe Nationalpark und die Tiere, die hier allabendlich ans Wasserloch kommen. Nach Sonnenuntergang von Flutlicht beleuchtet kommen zunächst 2, später 5 weitere Elefanten.

large_BCAF563AF7DE1F241CA4E1C28A21B3AD.jpg

Vogelliebhaber kommen hier den ganzen Tag auf ihre Kosten. Kein Zaun oder Graben trennt die Tiere von den Zuschauern. Man sitzt gemütlich mit einem Drink vor dem Wasserloch und hat echte, wilde Tiere vor sich. Die widerum haben sich komplett an die Beleuchtung und die Kamerablitze gewöhnt und erscheinen völlig ungestört.

Am nächsten Tag kommen die Elefanten schon am späten Nachmittag.
.

.
20171125212801.jpg20171125212803.jpg

Erst vereinzelt, dann eine ganze Herde.
.

.

.
large_20171125212810.jpglarge_20171125212904.jpg

Wir sind so nah dran, es ist unglaublich. In Kasane wurden letzte Woche 2 Touristen von Elefanten zu Tode getrampelt, die waren auch nicht näher dran als wir. Etwas mulmig ist uns schon, aber die Tiere hier erscheinen ruhig und nicht aggressiv.
.

.
large_20171125212916.jpg

Später kommt noch eine 2 Gruppe, wir sind gespannt wie sich die beiden vertragen.

Es geht eigentlich recht friedlich zu, nur das Alpha-Tier der 2. Gruppe schiebt rigoros Alle zur Seite.
.

.
Das Schauspiel dauert über eine Stunde, es geht bis in die Dunkelheit.

large_20171125212912.jpg
large_20171125213113.jpg

Als die Elefanten genug haben nähert sich eine Herde von über 150 Büffeln. Irre, so eine Menge haben wir erst ein Mal und dann von sehr weit weg im Ngorongoro gesehen.

large_BCB2F3C9D477D097C1B3E7CB06C30AB3.jpglarge_BCB623680BF24B1C9F9C253DB4A54D28.jpg

Nach 2 Tagen um Sanyati Camp ziehen wir um in die Thebe Lodge in Kasane. Die Lodge liegt direkt am Chobe River, an der Grenze zum Chobe Nationalpark.

large_20171202073111.jpg

Von hier aus wollen wir wieder eine River Safari machen. Mit dem Taxi 2km zum Steg, das Boot ist viel kleiner als letztes Mal am Sambesi.

20171202073114.jpg20171202073118.jpg

Weniger luxuriös dieses Mal, wir bringen unsere eigenen Drinks mit.

large_20171202073218.jpg

Los geht es raus auf den Fluß

large_20171202073221.jpglarge_20171202073238.jpg

Die Tour ist heute vor allem etwas für Vogelliebhaber.

20171202073222.jpg20171202073216.jpg20171202073212.jpg20171202073211.jpglarge_20171202073121.jpg

Hippos sind natürlich auch wieder dabei.

large_20171202073233.jpg

Einige mittelgroße Krokodile liegen am Ufer.

20171202073226.jpg20171202073235.jpg

Wasserböcke und eine Herde Paviane.

large_20171202073243.jpg20171202073249.jpg20171202073250.jpg

Zurück geht es im Sonnenuntergang. Ich kann mich nicht entscheiden welches das schönste Foto davon ist, daher 3 davon hier.

large_20171125_181204.jpglarge_20171125_181605.jpglarge_20171125_181829.jpg

Abendstimmung im Camp. Nebenan grunzen die Hippos hinter dem Elektrozaun. Eines davon jagt Tipi einen ordentlichen Schreck ein als es versucht durchzukommen.

large_20171202073259.jpg

Am nächsten Morgen im Camp dann noch mehr hübsche Vögel, deren Gesang uns weckt.

large_20171202073300.jpglarge_20171202073301.jpglarge_20171202073303.jpg

Eingestellt von tipitom 06:23 Archiviert in Botswana

Versende diesen EintragFacebookStumbleUpon

Inhalt

Schreibe als Erster einen Kommentar dazu.

Comments on this blog entry are now closed to non-Travellerspoint members. You can still leave a comment if you are a member of Travellerspoint.

Login