Reise blog von Travellerspoint

Tansania - Teil 3

Isimila African Garden bis zum Amarula Camp

semi-overcast 28 °C

Wir sind in Isimila African Garden noch eine 2. Nacht geblieben. Es gibt hier reichlich Steckdosen, sogar ganz in der Nähe unserer Stellplätze. Nur leider ist wieder mal Stromausfall den ganzen Tag. Das nervt jetzt langsam echt. Seit Malawi hecheln wir ständig dem Strom für unsere Kühlschränke hinterher. Gegen Abend kommt der Strom endlich wieder, was ein Glück! Kühles Bier zum Feierabend ist beim Camping unverzichtbar.

Tipi hat heute frei, Alina übernimmt das Kochen. Die Eidechse schaut zu.

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Ich mache Fotos, Frank trinkt Bier und der Hund tut nix.

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Auf dem weiteren Weg fahren wir am nächsten Tag durch Iringa. Letzte Gelegenheit für Einkäufe. Supermarkt ist wieder nicht. Wir laufen 3 Geschäfte an, bis wir so in etwa das haben was wir brauchen. Kurz danach geht der Tageszähler wieder auf Null. Zeit für unser viertes 1000km-Selfie mit Puli.

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Nördlich von Iringa, Richtung Dodoma fährt man auf einer nagelneuen Teerstraße. Tolle Landschaft auch heute wieder.

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Wir kommen an einen Stausee und fahren ein Stück querfeldein zum Wasser.

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Auf der weiten Ebene hüten Masai ihre Ziegen

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Danach kommt eine kurvige Bergstrecke, es macht richtig Freude hier auf dem nagelneuen Asphalt zu fahren. Die Gegend erscheint völlig menschenleer, aber irgendwo zu Beginn muss ein Polizist mit Handy gestanden sein. Frank fährt heute voran und wird fotografiert ohne es zu merken. 50km später werden wir beide an einer Polizeikontrolle gestoppt. Das Foto wird per WhatsApp verschickt. Sehr modern hier die Polizei.
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Was nun kommt kennen Tipi und ich ja schon. Dieses Mal sehen wir es als Zuschauer aus der ersten Reihe. Langes Palaver, Alina zeigt dem Beamten ihren Polizeigeldbeutel, in dem sich nur gut 20.000 Shilling befinden. Die Strafe beträgt aber 30.000. Das scheint hier der Standardtarif zu sein. Sie kommt zu unserem Auto um sich die angeblich fehlenden 10.000 zu leihen.

Hinter ihr steigt Frank aus dem Auto und was dann passiert ist reinstes Slapstick. Er wollte wohl seinen Führerschein aus dem anderen Geldbeutel holen und wusste nicht, dass darin die gesamte Ladung Bargeld vom letzten Geldautomaten war. Beim Öffnen flattern Dutzende 10.000 Shilling-Scheine durch die Gegend und auf die Straße. Frank und der Polizist rennen dem Geld hinterher und sammeln alles ein. Tipi und ich können uns vor Lachen kaum halten.

Der wunderbare Bargeldfund verteuert die Strafe erstaunlicherweise nicht. Sie bezahlen ihre 30.000 (12 Euro), bekommen eine Quittung und es kann weiter gehen.

Heute hätten wir es gar nicht so weit gehabt und wären früh angekommen...ja wenn die Angaben auf den Karten eben mal stimmen würden. Das angepeilte Camp existiert nicht. Wir müssen 150km weiter fahren zum Amarula Camp. Davor ist nichts mehr. Wolken ziehen auf und wir erleben unseren ersten Regen auf der Strecke.

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Als wir im Camp ankommen ist keiner da uns zu empfangen. Nicht wild, die werden schon kommen.
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Hier gibt es praktisch nichts. Kein Strom, kein Wasser - nur einen Stellplatz und schöne Aussicht. Das waren heute dann 470km - ein neuer Tagesrekord.

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Es gibt einen Unterstand, den wir als Camp-Küche verwenden können und einen weiteren zum Sitzen und Essen. Mittlerweile sind auch 2 Aufpasser eingetroffen. Paolo und Mohamadi. Beide sprechen kein Wort Englisch, aber können uns trotzdem vermitteln, dass wir 10US$ pro Person zahlen müssen. Ziemlich viel für praktisch nichts, aber was soll man machen. Weit und breit gibt es keine andere Übernachtungsmöglichkeit. Das man in Tansania viel für Wenig bezahlt haben wir schon gelernt.

Immerhin kocht einer Wasser für mich, so dass ich eine Art Dusche mit Kelle aus Eimer machen kann. Alle anderen verzichten. Ihnen ist es zu kalt und zu dunkel. Auch unser Geschirr will Paolo unbedingt spülen. Sehr zum Unmut von Tipi. Sie ist überzeugt, dass Paolo niemals ihren Standard an Sauberkeit beim Geschirrspülen gerecht werden kann. Schon gar nicht mit dem versifften Schwamm den er dafür benutzt. Tags darauf hat sie alles nochmal gespült.

Eingestellt von tipitom 01:47 Archiviert in Tanzania

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