Reise blog von Travellerspoint

Espiritu Santo (Vanuatu) - Teil 1

Katz und Maus

sunny 28 °C

Von Tanna geht es mit einer Zwischenlandung in Port Vila weiter nach Espiritu Santo oder nur Santo, wie die Insel bei den Locals heißt. In Santo gibt es die schönsten Strände Vanuatus. Wir mussten 5 Stunden Aufenthalt in Kauf nehmen, um von einer Insel auf die andere zu kommen. Der Domestic Airport von Vanuatu ist nicht wirklich aufregend oder sehenswert. Es gibt nur eine kleine Bude in der man etwas zu essen kaufen kann.

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Wir kaufen uns gegrillte Shrimps in Soße. Tipi nimmt Pommes dazu, ich den Reis. Mit den Pommes kann etwas nicht gestimmt haben. Tipi wird gegen abend und in der Nacht richtig schlecht. Sie lässt sich die Shrimps durch den Kopf gehen und schläft mit Eimer (sucht darin Jörg).

Ankunft wieder mal bei Dunkelheit, Flieger wieder mal verspätet. Daniel unser Wirt holt uns ab, das klappt schon Mal gut hier.
70 Euro kostet das bis zu unseren Bungalows. Ein strammer Preis für 40km Fahrt. Es gibt aber keine Alternative. Öffentliche Transportmittel gibt es nicht auf Santo.

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Ebenfalls 70 Euro zahlen wir für unseren Holzbungalow. Keine Steckdosen, Strom und Licht kommen aus einer kleinen Batterie, die Daniel jeden Morgen abholt und tagsüber per Solarpanel auflädt. Es gibt für diesen Preis auch kein Warmwasser zum Duschen. Dafür gibt es einen schwarzen Plastiksack den man auffüllt und tagsüber in die Sonne legt. Das nennt sich dann Solardusche. Sieht man auf dem 3. Foto unten links an der Treppe

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Bad und Toilette ist Open Air.

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Zum Bungalow gehört auch eine Katze. Von ihr später mehr.

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Von der Tierwelt Vanuatus haben wir bisher so gut wie nichts gesehen. Hier aber mal eine hübsche Echse auf unserer Terasse.

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Es schläft sich aber gut hier. Ab 7 Uhr abends ist es totenstill. Wir sind jeden Abend um 8 im Bett, dafür stehen wir dann ausgeschlafen zum Sonnenaufgang um halb 7 wieder auf.

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Das Beste hier ist einfach der Strand. Puderfeiner Sand, kristallklares Wasser und wir sind praktisch alleine hier. Höchstens eine Hand voll andere Touristen sieht man den ganzen Tag über.

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10 Tage Nichts tun den ganzen Tag bis zum Sonnenuntergang.

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Strom gibt es nur stundenweise im Restaurant nebenan, es reicht kaum um unsere diversen Geräte zu laden. Internet ebenfalls sehr sporadisch, in den letzten 3 Tagen gar nicht mehr. Daran waren möglicherweise wir Schuld, als es einen klitzekleinen Kurzschluss gab, den unser in Tahiti gekaufter Adapter verursacht hat bevor er in Rauch aufging.

Es gibt in diesem Restaurant auch etwas zu Essen, aber ein Teller Spaghetti kostet 15 Euro, ein kleines Bier 330ml 4,20€. Teurer als Bora Bora ist das hier. Deswegen werden wir zu Selbsversorgern. Thunfisch aus der Dose und Instant-Nudeln ergänzen das was vom Frühstück übrig bleibt. Wir bekommen jeden Morgen mehr Bananen und Papaya als wir über den ganzen Tag Essen können. Manchmal ist eine riesige Grapefruit dabei, die schmeckt köstlich. So was Feines habe ich sonst nirgends auf meine Reisen bekommen. Zu hause schon mal gar nicht.

Die Lebensmittel packen wir immer gut weg, denn Heerscharen von Ameisen machen sich über alles her, was sie kriegen können. Wir dachten nicht, dass die Instant-Nudeln eingeschweisst in ihrer Verpackung tierische Abnehmer finden würden - da hatten wir uns getäuscht. In der 3. Nacht raschelt es kräftig aus der Richtung des Tisches auf dem wir die Nudeln hatten. Tipi stellt sich der nächtlichen Bedrohung und erwischt eine Maus die sich durch das Plastik der Nudeln geknabbert hatte. Bei einer Ratte wäre ich aufgestanden, aber es war eine süße Maus, sagt Tipi. Zuerst glotzt das kleine Tier noch ein wenig und verschwindet dann Richtung Bad. Nudeln wurden weggepackt, Nachtruhe wieder hergestellt.

Am nächsten Morgen dann eine Überraschung - die Maus frisst Seife. Unsere Seife auf dem Waschbecken ist rundherum mit Bissspuren verziert. Nicht nur das, es liegt auch überall Mausdreck auf dem Waschtisch. Das findet Tipi nun garnicht süß sondern vielmehr eklig.

Auftritt Katze: Sie geht seit unserer Ankunft keinen Meter von der Terasse. Liegt wohl daran, dass Tipi sie mit Milch und Brot täglich füttert. Es ist eine besondere Katze, ihr fehlen im Oberkiefer alle Zähne. Das sieht von vorne dann sehr seltsam aus, weil die unteren Fangzähne seltsam überstehen. Riesige Ohren und voller Flöhe - hübsch ist sie wirklich nicht.

In der folgenden Nacht ist die Katze auf einmal im Bungalow. Keine Ahnung wo und wie sie da rein kam, aber sie liegt am Morgen mit im Bett. Wenigstens außerhalb des Moskito-Netzes, so dass ihre Flöhe draußen bleiben. Neben dem Bett liegt die tote Maus - ein Geschenk der Katze an uns. Damit glaubt sie wohl auch das Anrecht auf einen Platz im Bett erworben zu haben. Gut, es war eine große Maus - die größte Maus die ich je gesehen habe. Es könnte auch eine sehr kleine Ratte gewesen sein. Tipi bleibt dabei, es ist eine Maus.

Wissend wie Frauen im Allgemeinen auf die Anwesenheit von Ratten reagieren, diskutiere ich das Thema mit ihr nicht weiter. Kein Mausdreck mehr auf dem Waschtisch, die Katze bekommt ab sofort einen Sonderstatus und wird nun stündlich gefüttert bis sie fast platzt. Tipi kann sich nicht vorstellen, dass diese Umfangsvermehrung im Bauch auf ihre Mast zurückzuführen ist und vermutet statt dessen eine fortgeschrittene Schwangerschaft.

Ich untersuche den Bauch der die Katze, kann aber keine kleinen Katzen ertasten. Der Umstand der Katze ist kein anderer sondern lediglich ein vollgefressener, teile ich Tipi mit. Egal, es wird weiter gefüttert was rein geht. Was sie nicht schafft bleibt übrig, aber das verteidigt sie wie ein Löwe gegen die Hunde, die auch gerne mal was gehabt hätten. Sobald sich einer der der Terasse nähert hört man es Knurren und Fauchen und wenn es einer dennoch wagt sich ihrer Futterschüssel zu nähern springt sie ihn an wie eine Furie. Klar wer hier der Boss ist.

Eingestellt von tipitom 15:49 Archiviert in Vanuatu

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