Reise blog von Travellerspoint

Namibia - Teil 9

Spreetshoogte-Pass

sunny 31 °C

Wir brechen auf nach Sossusvlei, eine der Hauptattraktionen in Namibia. Leider alles Schotterstrecke, aber mit 4 neuen Reifen sollte das doch gehen.
Schon wieder ist ein 1000km-Selfie fällig. Das 15. dieses Mal.

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Die Landschaft wird immer trockener, bald ist es eine steinige Wüste mit nur wenigen Bäumen die mehr tot als lebendig erscheinen.

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An einem ausgetrockneten Flussbett machen wir eine kurze Pause für Fotos.

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Webervögel leben in Gesellschaften hier und bauen gemeinsam riesige Nester.

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Etwas später überqueren wir den Wendekreis des Steinbocks, verlassen somit die Tropen.

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Die Strecke begann gut, aber dann wird es wieder Waschbrettpiste der übelsten Sorte. Alles klappert und rattert, wir würden am liebsten mit Ohrenstöpseln fahren. Dann könnten wir allerdings nicht hören, wenn wieder etwas am Auto kaputt geht und so müssen wir den Lärm ertragen. Nach etwa 200km ist Schluß für heute. Wir campen an einer Picknickstation unterhalb des Spreetshoogte-Pass auf gut 1600m. Traumhafte Aussicht, wir sind völlig allein im Umkreis von vielen Kilometern.

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Einer der schönsten Orte bisher. Tipi kocht etwas Feines, was bei dem Wind hier oben gar nicht so einfach war.

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Mit nur einer Gasflamme muss man erfinderisch sein, wenn der Reis nicht kalt werden soll, bevor das Fleisch fertig ist.

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Die abwertende Bezeichnung "Reiskocher" für japanische Fahrzeuge bekommt hier eine neue Bedeutung. Wir essen und genießen den Sonnenuntergang dazu.

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Kurz zuvor regnet es ein wenig und es zeigt sich das seltene Schauspiel eines Regenbogens in der Wüste.

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Die Luft ist allerdings so heiß, das kaum ein Tropfen aus den Wolken den Boden erreicht. Das Wasser verdunstet auf dem Weg nach unten. Man sieht nach oben, sieht den Regen auf einen zukommen, aber man wird nicht nass. Ein seltsames Erlebnis. So wird das nichts mit einer gratis Autowäsche. Lilly bleibt staubig wie sie ist.

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Als es dunkel wird klettern wir ins Zelt. Anfangs war es noch ziemlich windig, aber in der Nacht wird es völlig windstill. Um halb vier wachen wir beide auf weil es nach Benzin riecht. Ich klettere mit einer Taschenlampe bewaffnet die Treppe hinunter und will versuchen die Quelle des Gestanks zu finden.

Es dauert nicht lange und ich entdecke einen feuchten Fleck unter dem Tank. Da tropft etwas. Nicht sehr schnell, etwa 1 Tropfen pro Sekunde, aber es tropft und das sollte definitiv nicht sein. Wo das herkommen könnte, ist nicht zu sehen, denn unter dem Tank ist ein Schutzblech, das alles verdeckt.

Mit dieser unschönen Diagnose klettere ich zurück ins Zelt. Wir verbringen beide eine unruhige Nacht in der Benzinwolke, die sich ums Auto gebildet hat. Später am Morgen frischt der Wind ein wenig auf, vertreibt die Dämpfe und wir können noch ein wenig schlafen.

Nach dem Frühstück haben wir also schon wieder ein neues Problem, um das wir uns kümmern müssen. Die Farm auf der wir eigentlich heute bleiben wollten, kann uns nicht helfen, es gibt dort keine Werkstatt. Wir fahren weiter nach Solitaire. Dort gibt es eine Werkstatt, aber der Mechaniker ist - wen wundert's? - in Urlaub bis nächste Woche.

Nun ist Sesriem unsere letzte Hoffnung. Sesriem ist kein richtiger Ort, mehr eine Ansammlung von Gebäuden am Eingang zum Namib-Nauklift Park und den dortigen Dünen. 5km vor Sesriem knallt es wieder von hinten und der Wagen schlingert. Notbremsung! Ich steige aus und sehe den nagelneuen Reifen aus Svakopmund in Fetzen an der Felge hängen.

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Mir fehlen die Worte. Hört denn das gar nicht mehr auf? Kein Nagel, kein Stein - dieses Mal war es schlichtweg ein Materialfehler oder bei der Montage wurde etwas falsch gemacht. Zum 5. Mal hole ich den Wagenheber und das Radkreuz raus. Mittlerweile habe ich dabei eine unfreiwillige Routine entwickelt, auf die ich gerne verzichtet hätte. 20 Minuten später fahren wir vorsichtig die letzten Kilometer bis Sesriem zur Tankstelle.

Eingestellt von tipitom 12:28 Archiviert in Namibia

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